Selenskyj zur Kriegslage: 'Wir müssen bereit sein'
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärte Selenskyj, dass sie Waffenlieferungen von ihren Partnern, insbesondere den USA, erwarten.
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
Auf der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen sagte Selenskyj, dass sie Waffenlieferungen von ihren Partnern, allen voran den USA, erwarteten und dass die russische Armee diese Situation ausnutze. Selenskyj betonte: "Deshalb bedeutet eine schnelle Lieferung, dass die Stabilität an der Front gewährleistet werden kann."
"WIR MÜSSEN DIE ANGRIFFE VEREITELN"
Selenskyj erklärte: "155-mm-Artillerie, Langstreckenwaffen und Luftverteidigung, insbesondere Patriot-Systeme. Das sind Dinge, über die unsere Partner verfügen und die jetzt in der Ukraine arbeiten müssen, um Russlands Terrorambitionen zu zerstören. Die russische Armee bereitet neue Angriffshandlungen vor. Gemeinsam mit unseren Verbündeten müssen wir die russischen Angriffe vereiteln", sagte er.
Selenskyj wies darauf hin, dass er bisher keine positiven Entwicklungen bei der rechtzeitigen Bereitstellung von Unterstützung für die ukrainische Armee sehe und betonte, dass dieser Prozess beschleunigt werden müsse.
"VERDIENT ES"
Mit Blick auf den NATO-Gipfel, der im Juli in Washington stattfinden wird, sagte Selenskyj: "Dieser Gipfel kann ein Moment der Stärke für das Bündnis sein oder auch nicht. Dort wird entschieden, ob ein Feind des Bündnisses ein Veto gegen die Stärkung der NATO einlegen kann. Diese Entscheidung wird in Bezug auf die Ukraine getroffen. Die Ukraine verdient eine Einladung zum NATO-Beitritt."
Selenskyj berichtete, dass sie bei dem Treffen Stoltenbergs Initiative zur Einrichtung eines Sonderfonds erörtert hätten, der über fünf Jahre 100 Milliarden Euro an finanzieller Unterstützung für die Verteidigung der Ukraine bereitstellen soll. Er erklärte, dass die NATO-Staaten über die Kapazitäten verfügten, diese Initiative umzusetzen.
Selenskyj betonte, es sei wichtig, dass die Ukraine die Details zur Einrichtung dieses Fonds kenne, und merkte an, dass diese Initiative die in den bilateralen Sicherheitsgarantieabkommen vorgesehenen Hilfen nicht ersetzen dürfe.