Sieg der Ultraorthodoxen bei den israelischen Kommunalwahlen
Nach inoffiziellen Ergebnissen der israelischen Kommunalwahlen haben ultraorthodoxe Parteien einen erdrutschartigen Sieg errungen. Küstenstädte bewahren hingegen ihre liberale Ausrichtung.
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Die Kommunalwahlen in Israel endeten mit einem deutlichen Erfolg ultraorthodoxer und rechtsextremer Parteien. Ersten Daten zufolge konnten ultraorthodoxe Gruppierungen im Stadtrat von Jerusalem eine große Mehrheit erringen.
ERDRUTSCHARTIGER SIEG DER ULTRAORTHODOXEN
Berichten der Zeitung Times of Israel zufolge erzielten die ultraorthodoxen Parteien in Jerusalem einen „beispiellosen“ Erfolg. Die Tatsache, dass weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme abgab, spielte eine entscheidende Rolle für den Sieg dieser Gruppen. Die aktive Teilnahme der ultraorthodoxen Wählerschaft stand im Kontrast zur geringen Wahlbeteiligung anderer Bevölkerungsgruppen.
UNTERSCHIEDLICHE TENDENZEN IN JERUSALEM UND DEN KÜSTENSTÄDTEN
Es wird erwartet, dass der rechtsextreme Bürgermeister von Jerusalem, Moshe Lion, wiedergewählt wird. Andererseits zeigten Küstenstädte wie Tel Aviv und Haifa eine andere politische Tendenz und bewahrten ihre liberale Struktur. In Tel Aviv festigte der langjährige Amtsinhaber Ron Huldai seine Position, indem er die ehemalige Wirtschaftsministerin Orna Barbivai besiegte.
WAHL UND ERWARTUNGEN
Die Wahlen, die am Dienstag stattfanden, waren aufgrund des Gaza-Krieges zweimal verschoben worden. Auf die endgültigen Ergebnisse muss noch einige Tage gewartet werden. Das Gewicht der ultraorthodoxen Gemeinschaft, die etwa 13 Prozent der rund 10 Millionen Einwohner Israels ausmacht, hat bei diesen Wahlen einen erheblichen Einfluss auf das politische Gleichgewicht des Landes.