Signal für Zinserhöhung von der US-Notenbank
Christopher Waller, Mitglied des Gouverneursrats der US-Notenbank (Fed), äußerte sich in einer Rede vor der New York Association for Business Economics zur US-Wirtschaft und zur Geldpolitik.
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Waller erklärte, dass die Ausgaben der privaten Haushalte und Unternehmen trotz steigender Warenkosten aufgrund von Zöllen sowie der Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten auf die Energiepreise weiterhin stark blieben. Zudem sei der Arbeitsmarkt im Einklang mit den Zielen der Fed stabil.
Waller betonte, dass die Realwirtschaft weiterhin ein starkes Bild biete: "Daher denke ich, dass die Realwirtschaft in einer guten Verfassung ist. Ich glaube jedoch, dass wir bei der Inflation und der Geldpolitik an einem Scheideweg stehen."
Waller wies darauf hin, dass seit Januar ein Aufwärtstrend bei der Kerninflation zu beobachten sei, und merkte an, dass sich dieser Anstieg beschleunigt habe, da die Konflikte im Nahen Osten die Produktion und den Transport von Öl und anderen Rohstoffen beeinträchtigten.
Waller drückte seine Besorgnis über das hohe Niveau der Kerninflation aus und sagte: "Die entscheidende Frage ist also: Wird die Kerninflation ihren Aufwärtstrend fortsetzen oder hat sie einen Wendepunkt erreicht, an dem sie in Richtung unseres 2-Prozent-Ziels zu sinken beginnt? Die Richtung, die sie einschlägt, wird sehr unterschiedliche Konsequenzen für den Kurs der Geldpolitik haben."
Waller erklärte, dass eine übermäßige Straffung der Geldpolitik das Rezessionsrisiko erhöhen könne, ein zu spätes Handeln gegen die Inflation jedoch, wie in der Vergangenheit gesehen, ebenfalls negative Folgen haben könne.
Waller betonte, dass die in dieser Woche zu veröffentlichenden Daten zur Kerninflation für die Geldpolitik von Bedeutung sein werden: "Sollten die Daten zur Kerninflation in dieser Woche erneut hoch ausfallen, wird das FOMC eine Straffung der Geldpolitik in naher Zukunft in Betracht ziehen müssen."
Waller unterstrich, dass man sich in Bezug auf die Politik an einem Scheideweg befinde, und wies darauf hin, dass der richtige nächste Schritt von den kommenden Daten abhänge.