Skandal in Mexiko: Hunderte Leichen in Krematorium entdeckt
In einem Krematorium in der Stadt Ciudad Juárez wurden 383 Leichen entdeckt. Die Einrichtung wurde versiegelt, der Besitzer sowie ein Mitarbeiter wurden festgenommen.
12punto
In einem Krematorium in der mexikanischen Stadt Ciudad Juárez, nahe der Grenze zu den USA, ist ein Skandal aufgedeckt worden. Nach einem anonymen Hinweis stießen die örtlichen Behörden in der Einrichtung auf insgesamt 383 Leichen und verschiedene Überreste. Es wurde bekannt, dass das betreffende Krematorium Dienstleistungen für sechs Bestattungsunternehmen in der Stadt erbrachte.
Cesar Jauregui Moreno von der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua erklärte, dass die Untersuchungen ergaben, dass sich die Leichen und Überreste bereits seit mindestens drei bis vier Jahren in der Einrichtung befanden. Staatsanwalt Moreno äußerte, die Anzahl der gefundenen Leichen lege den Schluss nahe, dass das Krematorium schon lange nicht mehr ordnungsgemäß betrieben wurde. Moreno sagte: „Hier findet für jeden eine Trauerfeier statt. Aber niemand kann wissen, ob diese Personen ein geheimes Ziel verfolgten.“
Berichten der nationalen Presse zufolge ergaben die Untersuchungen, dass das Krematorium zwar über offizielle Genehmigungen verfügte, jedoch gegen gesetzliche Vorschriften verstieß. Nach dem Vorfall wurde die Einrichtung geschlossen und der Betrieb vollständig eingestellt. Die Behörden nahmen den Betreiber des Krematoriums sowie einen Mitarbeiter fest, um sie zu vernehmen.
Die Gouverneurin des Bundesstaates, Maru Campos, äußerte sich empört zu dem Vorfall: „Das sind verantwortungslose und gewissenlose Personen, die ihre Lizenzen und Genehmigungen böswillig missbraucht haben.“
Die Behörden setzen ihre Ermittlungen fort, um zu klären, warum sich eine so große Anzahl von Leichen in dem Krematorium angesammelt hat und ob hinter dem gesetzeswidrigen Vorgehen weitere Hintergründe stecken.