SMDK-Vorsitzender Bahra setzt 18-monatige Übergangsfrist für Syrien an
Hadi al-Bahra, Vorsitzender der Syrischen Nationalkoalition (SMDK), erklärte, dass in Syrien nach dem Ende des Assad-Regimes innerhalb von sechs Monaten eine Verfassung ausgearbeitet werden müsse. Bahra betonte, dass die Verfassung über die neue Regierungsform entscheiden werde und eine 18-monatige Übergangsphase notwendig sei, um den Weg für freie Wahlen im Land zu ebnen.
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Hadi al-Bahra, Vorsitzender der Syrischen Nationalkoalition (SMDK), äußerte sich am Rande des Doha-Forums in der katarischen Hauptstadt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Bahra bewertete die Lage in Syrien, nachdem die von der Hai'at Tahrir al-Scham (HTS) angeführten Dschihadisten in die Hauptstadt Damaskus eingedrungen waren und Präsident Baschar al-Assad sein Amt niedergelegt hatte und aus dem Land geflohen war. Er erklärte, dass eine 18-monatige Übergangsphase erforderlich sei, um 'ein sicheres, neutrales und ruhiges Umfeld' für die Durchführung freier Wahlen im Land zu schaffen.
'DIE VERFASSUNG WIRD DIE REGIERUNGSFORM BESTIMMEN'
Bahra merkte an, dass innerhalb von sechs Monaten eine Verfassung erstellt werden müsse und die erste Wahl ein Referendum sein werde. Er sagte: "Die Verfassung wird festlegen, ob es ein parlamentarisches System, ein präsidentielles System oder ein gemischtes System geben wird. Auf dieser Grundlage werden Wahlen stattfinden und das Volk wird sein Staatsoberhaupt wählen." Bahra wies darauf hin, dass die Opposition die Staatsbediensteten dazu aufgefordert habe, bis zur Machtübergabe weiterhin zur Arbeit zu erscheinen, und ihnen zugesichert worden sei, dass ihnen kein Schaden zugefügt werde.
'ES WAR WIE EIN DOMINO-EFFEKT...'
Bahra bewertete auch die Ereignisse der letzten zwei Wochen, die mit den Angriffen der von der HTS angeführten dschihadistischen Gruppen am 27. November begannen: "Es war wie ein Domino-Effekt. Es war offensichtlich, dass er (Assad) sich entschieden hatte zu gehen. Ich empfand Erleichterung, war aber gleichzeitig auch etwas traurig. Er muss für alle Verbrechen, die er begangen hat, zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte er.
In seiner ersten Stellungnahme heute hatte sich Bahra an das syrische Volk gewandt und erklärt: "Ich verkünde Ihnen den Sturz des Regimes von Baschar al-Assad." Er betonte, dass 'die Lage sicher sei' und 'kein Platz für Rache oder Vergeltung' bestehe. Mit den Worten "Ein dunkles Kapitel in der Geschichte Syriens ist geschlossen" kündigte er zudem eine Umstrukturierung der syrischen Armee an.