Spanien: Wir werden den Staat Palästina auch ohne EU-Unterstützung anerkennen

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez erklärte, dass Spanien weiterhin die Absicht verfolge, den Staat Palästina anzuerkennen, selbst wenn dies innerhalb der Europäischen Union (EU) nicht auf ausreichende Unterstützung stoßen sollte.

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Der Ministerpräsident Sanchez bekräftigte seine Ansicht, dass ein Ende der Konflikte zwischen Israel und der Hamas auf einer Zwei-Staaten-Lösung basieren müsse, und betonte, dass die Anerkennung des Staates Palästina eine Voraussetzung für die von Spanien initiierte internationale Friedenskonferenz sei.

BETONUNG DER BEMÜHUNGEN ZUR ANERKENNUNG PALÄSTINAS

Sanchez erinnerte daran, dass bereits mehr als 130 Länder den Staat Palästina anerkannt hätten, während die USA und einige EU-Staaten dies noch nicht getan hätten. Er erklärte, es sei die Mühe wert, innerhalb der EU Initiativen zur Anerkennung Palästinas zu ergreifen, und fügte hinzu, dass Spanien auch dann an seinem Kurs festhalten werde, wenn dies nicht gelingen sollte.

Sanchez forderte die EU auf, gegenüber Israel in Bezug auf die Angriffe auf Gaza und humanitäre Fragen dieselbe Haltung einzunehmen wie gegenüber Russland im Ukraine-Krieg, und appellierte an die anderen EU-Staats- und Regierungschefs: „Wenden Sie keine Doppelmoral an.“

KRITIK AN EUROPAS POLITIK

Der spanische Ministerpräsident warnte, dass die EU Gefahr laufe, in der internationalen Gemeinschaft isoliert zu werden, wenn sie angesichts der Menschenrechtsverletzungen Israels sowie der Besatzung im Gazastreifen und im Westjordanland schweige, und betonte, dass Europa seine Politik überdenken müsse.

Sanchez merkte an, dass das Problem zwischen Israel und Palästina nur durch eine Zwei-Staaten-Lösung überwunden werden könne, und erklärte, dass eine Lösung dieses Problems sowohl aus moralischer als auch aus geopolitischer Sicht im Interesse Europas liege.