Erklärung des spanischen Ministerpräsidenten Sanchez zu den Stromausfällen
Der spanische Ministerpräsident Sanchez gab im La Moncloa-Palast in der Hauptstadt Madrid eine Erklärung zu den Stromausfällen ab, die das Land seit den Mittagsstunden betreffen.
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Sanchez warnte die Öffentlichkeit vor Spekulationen über die Ausfälle und erklärte, dass im Land eine "Stromkrise" ausgerufen wurde.
Sanchez betonte, dass die Arbeiten zur Ermittlung der Ursache des Stromausfalls andauern, und sagte: "Wir haben noch keine gesicherten Informationen über die Gründe für diesen Ausfall. Wir schließen keine Vermutungen aus und werden die Ursachen für den Ausfall in Erfahrung bringen."
AUFRUF AN DIE ZENTRALREGIERUNG
Sanchez verwies auf den Notfallplan der Stufe 3, bei dem die autonomen Regionen Spaniens ihre Verwaltung an die Zentralregierung übertragen, und erklärte, dass die Regionen Andalusien, Extremadura und Madrid diesen Plan beantragt hätten.
Sanchez sagte: "Die Regierung hat Ihrem Antrag wie erwartet zugestimmt und wird die Verwaltung übernehmen. Sollten weitere autonome Regionen dies wünschen, wird die Regierung dem zustimmen."
Ministerpräsident Sanchez erklärte, dass die Sicherheitskräfte ihre Präsenz auf den Straßen verstärkt hätten, und fügte hinzu: "Derzeit gibt es keine Sicherheitsprobleme."
Sanchez teilte mit, dass die Generatoren in Krankenhäusern und Gesundheitszentren reibungslos funktionierten und dass der Luft-, Straßen- und Seeverkehr zwar beeinträchtigt sei, aber an der Wiederherstellung des Normalzustands gearbeitet werde.
Sanchez rief dazu auf, Reisen während des anhaltenden Stromausfalls auf ein Minimum zu beschränken, und wies darauf hin, dass man sich ausschließlich an offizielle Informationen halten solle.
"ALTERNATIVE PLÄNE WERDEN VORBEREITET"
Sanchez betonte, dass Techniker der Stromversorger weiterhin daran arbeiteten, die Ursachen des Ausfalls zu finden und zu beheben, und teilte mit, dass Spanien alternative Pläne zur Bewältigung des Ausfalls vorbereite.
Sanchez erklärte, dass die Stromversorgung in einigen Regionen im Norden und Süden Spaniens wieder aufgenommen wurde und dass die Wasserkraftwerke im ganzen Land wieder aktiviert wurden, was dazu beitragen werde, die Stromversorgung landesweit wiederherzustellen.
Sanchez betonte, dass auch Geldautomaten vom Stromausfall betroffen seien, erklärte jedoch, dass die Zahlungssysteme funktionierten.
Sanchez wies darauf hin, dass sein Land mit verschiedenen internationalen Institutionen und Organisationen, einschließlich der NATO, in Kontakt stehe.
Unter Hinweis darauf, dass es neben den Schwierigkeiten, die die Bevölkerung aufgrund des Stromausfalls erleide, auch wirtschaftliche Verluste gebe, sagte Sanchez: "Wir als Regierung sind uns bewusst, wie große Auswirkungen und welche Bedeutung die heutigen Ereignisse haben."
Sanchez fügte hinzu, dass der Nationale Sicherheitsrat zur Lagebeurteilung zusammenkommen werde und man bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen ergreifen werde.
WAS UMFASST DER NOTFALLPLAN DER STUFE 3?
Gemäß dem Gesetz über das Zivilschutzsystem umfasst der für großflächige Notfälle vorgesehene Notfallplan der Stufe 3, dass das Innenministerium im autonomen Spanien die Verwaltung und Koordinierung der Ressourcen über alle Verwaltungsbereiche hinweg übernimmt.
Das Ministerium hat das Recht, bei Bedarf landesweit Soldaten und Ausrüstung zu mobilisieren.
Der Notfall der Stufe 3 im Rahmen des Gesetzes über das Zivilschutzsystem entspricht "ausgerufenen Notfällen, die nationale Interessen betreffen".