Spannungen in Latakia steigen: Übergangsregierung ruft zur Einheit auf
Der Anführer der syrischen Übergangsregierung, Ahmed Schara, hat nach den Zusammenstößen in Latakia, die mehr als tausend Menschen das Leben kosteten, zu nationaler Einheit aufgerufen. Während die Regierung ankündigte, dass diejenigen, die Zivilisten Schaden zufügen, bestraft werden, bleibt die Lage in der Region angespannt.
12punto
Der Anführer der syrischen Übergangsregierung, Ahmed Schara, hat nach Bekanntwerden, dass bei den Zusammenstößen zwischen Regimeanhängern und Regierungstruppen in Latakia mehr als tausend Menschen ums Leben gekommen sind, zu nationaler Einheit aufgerufen. In einer Rede in einer Moschee in der Hauptstadt Damaskus sagte Schara: „Die Krise wurde sicher überstanden, wir müssen die nationale Einheit und den Frieden bewahren.“
ZUSAMMENSTÖSSE FORDERTEN TAUSENDE MENSCHENLEBEN
Die heftigen Kämpfe, die am Donnerstag in Latakia ausbrachen, breiteten sich in kurzer Zeit auf andere Regionen aus. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass die Zahl der Todesopfer innerhalb von zwei Tagen die Tausendergrenze überschritten habe und 745 davon Zivilisten seien.
AHMED SCHARA HAT SICH GEÄUSSERT
Der Anführer der Übergangsregierung, Schara, kündigte am Freitag in einer Erklärung an, dass diejenigen, die Zivilisten Schaden zufügen, mit harten Strafen belegt werden. Regierungsvertreter behaupteten, dass die Tötung von Zivilisten das Ergebnis individueller Handlungen sei, und wiesen darauf hin, dass der Zustrom von Kämpfern in die Region zu Menschenrechtsverletzungen geführt haben könnte.
Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Hassan Abdulghani, erklärte hingegen, dass die Regierungstruppen ihre Operationen fortsetzen, um Assad-treue Gruppen in den ländlichen Gebieten zu neutralisieren.
Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte setzen die Regierungstruppen in den Konfliktgebieten Drohnen, Panzer und Artillerie ein. Wie die offizielle Nachrichtenagentur SANA berichtete, wurde behauptet, dass Assad-treue Gruppen die Anlagen des Ölunternehmens SADCOP in Latakia angegriffen hätten.