Spannungen in Mexiko eskaliert! Größtes Kartell des Landes ausgeschaltet: Lage gleicht einem Schlachtfeld

Nach dem Tod von El Mencho, dem Anführer des Jalisco-Kartells (CJNG), haben Kartellmitglieder im ganzen Land großflächige Angriffe gestartet. In Mexiko, wo sich die Zusammenstöße verschärft haben, wurden Flughäfen geschlossen und Touristen sitzen fest.

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Nemesio Oseguera, bekannt als El Mencho und Anführer des Jalisco-Kartells (CJNG), einer der größten kriminellen Organisationen Mexikos, wurde bei einer militärischen Operation getötet. Nach dem Tod von El Mencho starteten Kartellmitglieder im gesamten Land gewaltsame Ausschreitungen und koordinierte Angriffe. An zahlreichen Orten, von Flughäfen bis hin zu Stadtzentren, führten die Aktionen der Kartellmitglieder zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften.

KARTELLMITGLIEDER STECKTEN ZAHLREICHE FAHRZEUGE IN BRAND

Nach dem Tod von El Mencho wurden in Jalisco und anderen Bundesstaaten zahlreiche Fahrzeuge in Brand gesteckt. Diese Aktionen riefen die Sicherheitskräfte auf den Plan, woraufhin es zu Gefechten mit den Kartellmitgliedern kam. Auch der Überfall auf den internationalen Flughafen Guadalajara war Teil der Gewalteskalation. In den sozialen Medien verbreiteten sich Aufnahmen von Schüssen am Flughafen und panisch flüchtenden Menschen.

GOUVERNEUR RUFT BEVÖLKERUNG DAZU AUF, ZU HAUSE ZU BLEIBEN

Der Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, Pablo Lemus Navarro, rief die Bevölkerung dazu auf, bis zur Stabilisierung der Lage zu Hause zu bleiben, und kündigte die Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs an. Zudem wurde vor Reisen auf den Straßen des Bundesstaates aufgrund der Gewalt gewarnt.

STELLUNGNAHME DER BOTSCHAFT

Unterdessen teilte die türkische Botschaft in Mexiko über ihren offiziellen Social-Media-Account mit, dass die Entwicklungen in sechs Bundesstaaten aufmerksam verfolgt würden.

Die Bürger wurden zur Vorsicht gemahnt und darauf hingewiesen, dass eine Kontaktaufnahme über die angegebene Telefonnummer möglich sei.

EINER DER MEISTGESUCHTEN NAMEN DER USA

Der 56-jährige Oseguera Cervantes, bekannt unter dem Spitznamen „El Mencho“, galt als Gründer und oberster Anführer des CJNG. Die Organisation wird als eine der gewalttätigsten und am weitesten verbreiteten kriminellen Strukturen in Mexiko eingestuft.

Die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA hatte Oseguera Cervantes im Jahr 2020 an die Spitze ihrer Liste der meistgesuchten Flüchtigen gesetzt und eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für Informationen ausgesetzt, die zu seiner Ergreifung führen würden.

Die US-Regierung hatte das CJNG im vergangenen Jahr als Terrororganisation eingestuft, was eine neue Ära in den Ermittlungsprozessen gegen Kartelle einleitete.

Oseguera Cervantes, der Berichten zufolge in der Region Tierra Caliente im Bundesstaat Michoacán geboren wurde, wanderte in den 1980er Jahren in die USA aus. Nach seiner Festnahme wegen verschiedener Straftaten in Kalifornien wurde er abgeschoben.

Nach seiner Rückkehr nach Mexiko war er eine Zeit lang bei der Stadtpolizei tätig, wandte sich jedoch kurz darauf der kriminellen Welt zu, indem er Verbindungen zu Drogenkartellen knüpfte.

Nachdem er innerhalb des Los-Valencia-Kartells an Macht gewonnen hatte, legte er Anfang der 2010er Jahre gemeinsam mit seinem Schwager Abigael González Valencia den Grundstein für das CJNG.

DER SCHNELLE AUFSTIEG DES CJNG

Das CJNG entwickelte sich in kurzer Zeit von einer lokalen Struktur in Jalisco und Colima zu einer Organisation, die in mehr als der Hälfte Mexikos Einfluss ausübt.

Experten zufolge waren die Schwächung rivalisierender Kartelle, der Einsatz von Fachpersonal für die Produktion synthetischer Drogen und eine hohe Gewaltkapazität entscheidend für das Wachstum der Organisation.

Während das Kartell eine aktive Rolle auf dem illegalen Amphetaminmarkt in den USA und Europa spielt, hat es auch Verbindungen nach Asien aufgebaut.

Es wird zudem berichtet, dass die Organisation Geldwäscheaktivitäten in Sektoren wie Landwirtschaft, Viehzucht und Bauwesen betreibt und den Transport chemischer Substanzen über Häfen kontrolliert.

Seit 2022 gab es verschiedene Spekulationen über den Gesundheitszustand von Oseguera Cervantes; obwohl zeitweise Berichte über seinen Tod kursierten, wurden diese Informationen von offiziellen Stellen nicht bestätigt. Einige Experten vermuteten, dass die operative Leitung des Kartells in den letzten Jahren auf Hilfskräfte übergegangen sei.

Sein Sohn Rubén Oseguera González, bekannt als die rechte Hand der Organisation, wurde 2020 an die USA ausgeliefert. Seine Ehefrau Rosalinda González Valencia wurde 2021 festgenommen, nach ihrer Verurteilung wegen Verbindungen zur organisierten Kriminalität jedoch im vergangenen Februar vorzeitig aus der Haft entlassen.

Hier sind die ersten Aufnahmen aus Mexiko, wo die Zusammenstöße stattfinden:

CÜNEYT ÖZDEMİR SITZT IM HOTEL FEST

Der in Mexiko befindliche Journalist Cüneyt Özdemir gab bekannt, dass er sein Hotel aus Sicherheitsgründen nicht verlassen könne, nachdem die Ereignisse ausgebrochen waren. In den in den sozialen Medien geteilten Bildern ist zu sehen, wie Kartellmitglieder auf den Straßen Drohungen aussprechen und die lokale Bevölkerung in Angst versetzen.

Die gewaltsamen Vorfälle haben die Sicherheitsrisiken in touristischen Gebieten und an Flughäfen erhöht. Viele Touristen sitzen an ihren Aufenthaltsorten fest.