Spannungen in Syrien steigen: Regimegegner erobern Großteil von Aleppo
In Syrien haben bewaffnete Gruppen, die sich gegen das Assad-Regime richten, die Kontrolle über weite Teile des Stadtzentrums von Aleppo übernommen.
AA
Bewaffnete Gruppen, die gegen das Assad-Regime kämpfen, sind gestern (29. November) in das Stadtzentrum von Aleppo eingedrungen und haben dort die Kontrolle über zahlreiche Stadtviertel übernommen.
Die Gruppen erreichten den zentral gelegenen Sadallah-al-Jabiri-Platz und eroberten im weiteren Verlauf einen Großteil der Stadt.
Die regimefeindlichen Gruppen nahmen in kurzer Zeit sowohl die Gebäude der Provinzverwaltung und der Polizeidirektion als auch die Zitadelle von Aleppo, ein Wahrzeichen der Stadt, ein.
Nach der Einnahme des Militärflughafens Abu al-Duhur beschlagnahmten die bewaffneten Gruppen Munition und Militärfahrzeuge, die von den Regimetruppen zurückgelassen worden waren.
Die bewaffneten Gruppen verhängten eine nächtliche Ausgangssperre in der Stadt und führen in den von ihnen kontrollierten Vierteln Sicherheitskontrollen durch.
Am Abend drangen die Gruppen zudem in Gebäude ein, die vom Regime als Haftzentren genutzt wurden, und ließen Dutzende Menschen frei, darunter auch politische Gefangene.
WAS PASSIERT IN SYRIEN?
Am 27. November waren in der westlichen ländlichen Region der nordsyrischen Provinz Aleppo Zusammenstöße zwischen den Kräften des Assad-Regimes und bewaffneten regimefeindlichen Gruppen ausgebrochen.
Die bewaffneten Gruppen, die zwischen dem 27. und 28. November rasch von der westlichen Peripherie Aleppos in Richtung des Stadtzentrums vorrückten, hatten bereits ab dem zweiten Tag der Kämpfe zahlreiche Gebiete in der ländlichen Region von Idlib unter ihre Kontrolle gebracht.
Nachdem die bewaffneten Gruppen ab den Mittagsstunden des gestrigen Tages in das Stadtzentrum von Aleppo eingedrungen waren, erreichten sie in den Abendstunden die zentralen Bereiche der Stadt.