Spionage-Operation in Istanbul: 5 Personen festgenommen... Auffälliges Iran-Detail

Im Rahmen einer von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Untersuchung wurden 5 Verdächtige festgenommen, denen vorgeworfen wird, Informationen über Militärstützpunkte und kritische Gebiete in der Türkei gesammelt und an den iranischen Geheimdienst weitergegeben zu haben. Die Operationen wurden von Istanbul aus koordiniert und auch in Antalya und Mersin durchgeführt.

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Bei den unter Koordination des Nationalen Nachrichtendienstes (MİT) durchgeführten Ermittlungen wurde festgestellt, dass die betreffenden Verdächtigen das Delikt der 'militärischen und politischen Spionage' begangen haben. Es wurde ermittelt, dass die Verdächtigen Verbindungen zu den Geheimdiensten der iranischen Revolutionsgarden unterhielten.

Die Untersuchungen ergaben, dass die Verdächtigen Informationen über militärische Einrichtungen und strategisch wichtige Gebiete in der Türkei gesammelt und diese an den iranischen Geheimdienst übermittelt haben. Zudem wurde festgestellt, dass auch Daten zu kritischen Punkten im Ausland weitergegeben wurden.

Nach dem Haftbefehl wurden die 5 Verdächtigen bei den durchgeführten Operationen gefasst. Im Rahmen der Ermittlungen wurden Beweise zu den Aktivitäten der Verdächtigen gesammelt. Die zuständigen Behörden setzen ihre Arbeit fort, um die Untersuchung zu vertiefen und weitere Verbindungen aufzudecken.

MÖGLICHKEIT EINER SPANNUNG ZWISCHEN IRAN UND DER TÜRKEI

Laut einer im Magazin The National Interest veröffentlichten Analyse wurde festgestellt, dass die Sicherheitsinteressen der Türkei und Israels in vielen Bereichen übereinstimmen. In der Analyse wurde darauf hingewiesen, dass die beiden Länder zwar in der Gaza-Frage gegensätzliche Positionen einnehmen, jedoch bei ihrer Politik gegenüber dem Iran zusammenarbeiten könnten.

Der Autor des Artikels, Brandon J. Weichert, erklärte, dass es keinen Zweifel daran gebe, dass die Türkei ein geostrategischer Rivale des Iran sei. Weichert wies zudem auf die Möglichkeit von Konflikten zwischen der Türkei und vom Iran unterstützten Gruppen im Irak hin.

In einer Zeit, in der die Operationen der Türkei gegen die YPG/PKK in Syrien intensiviert wurden, wurde bekannt gegeben, dass die PKK am 1. März einen Waffenstillstand ausgerufen hat. Dennoch setzen sich die militärischen Aktivitäten der Türkei gegen Terrororganisationen im Norden Syriens fort. Weichert behauptete, dass der Iran versuche, die PKK und andere Terrorgruppen zu Angriffen auf die Türkei zu organisieren.

FIDANS AUSSAGEN

Außenminister Hakan Fidan gab in der vergangenen Woche eine Erklärung ab, in der er wichtige Botschaften übermittelte, ohne dabei ein Land namentlich zu nennen. Medienorganisationen, die der türkischen Regierung nahestehen, interpretierten Fidans Aussage als eine Anspielung auf den Iran.

Fidan betonte, dass die Türkei ihren Kampf gegen Terrororganisationen in der Region fortsetzen werde, und äußerte sich wie folgt:

''Wenn Sie eine Gruppe in einem anderen Land unterstützen und dort Unruhe stiften, wird ein anderes Land in Ihrem Land ebenfalls eine andere Gruppe unterstützen und für Sie Unruhe stiften. Auf der Welt kann nichts mehr geheim bleiben. Was du hast, hat auch der andere. Wenn du nicht willst, dass ein Stein gegen dein Fenster geworfen wird, darfst du auch keinen Stein gegen das Fenster eines anderen werfen.''