Stammeskonflikt um Goldmine in Papua-Neuguinea: Mindestens 30 Tote
Bei Zusammenstößen zwischen zwei Stämmen, die um eine Goldmine in Papua-Neuguinea stritten, sind mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen.
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Bei Zusammenstößen zwischen zwei Gruppen, die in der Nähe der Porgera-Goldmine in Papua-Neuguinea illegal Gold abbauten, sind ersten Erkenntnissen zufolge mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen.
Wie Radio New Zealand (RNZ) berichtet, haben aufgrund der seit etwa vier Tagen andauernden Kämpfe zwischen den beiden Gruppen Hunderte Menschen die Region verlassen; der Betrieb der Goldmine wurde vorübergehend eingestellt.
Lokale Behörden erklärten, dass kriminelle Gruppen mehrere Gebäude in Porgera in Brand gesteckt hätten und bei den Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen, die illegal Gold schürften, ersten Schätzungen zufolge mehr als 20 Menschen getötet wurden.
DIE OPFERZAHL KÖNNTE WEIT ÜBER DEN SCHÄTZUNGEN LIEGEN
Die Behörden gaben an, dass die Sicherheitskräfte nicht in der Lage seien, die Kämpfe unter Kontrolle zu bringen, und dass die Zahl der Todesopfer weit über den bisherigen Annahmen liegen könnte.
Familien, die in der Goldmine arbeiteten und aus Sicherheitsgründen aus der Region fliehen mussten, behaupteten gegenüber lokalen Medien, dass die Stadt unter der Kontrolle krimineller Banden stehe und Bewohner willkürlich getötet würden.
Auch der Anwalt Lakis Ruing, einer der führenden Meinungsführer in der Region Porgera, erklärte, dass die Sicherheitskräfte bei der Eindämmung der Konflikte überfordert seien.
Ruing äußerte: 'Wir brauchen Führung. Die Regierung muss mehr Polizei und Soldaten in die Region schicken, um die Kämpfe niederzuschlagen.'
In einer Erklärung der Polizeibehörden hieß es, dass die Polizei aufgrund der am Wochenende anhaltenden Kämpfe den Notstand in der Region ausgerufen habe und sich darauf konzentriere, kritische Infrastruktur sowie die Bewohner zu schützen.
Die Polizei erklärte das Gebiet für Personen ohne festen Wohnsitz zur 'Sperrzone' und verhängte im Porgera-Tal eine nächtliche Ausgangssperre bis 08.00 Uhr morgens.