Starlink im Iran verboten

Das iranische Parlament hat ein neues Gesetz mit 9 Artikeln verabschiedet, das die Nutzung nicht genehmigter Internetsysteme wie Starlink verbietet und schwere Strafen für Spionage zugunsten Israels vorsieht. Dem Gesetz zufolge wird selbst das Senden von Bildmaterial an ausländische Medien als Straftat gewertet.

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Der Iran hat die Nutzung der Starlink-Satelliten des Unternehmens von Elon Musk offiziell verboten, um den Internetzugang strenger zu kontrollieren. Das vom iranischen Parlament verabschiedete neue Gesetz zielt nicht nur auf nicht genehmigte Internetsysteme ab, sondern auch auf Aktivitäten zugunsten von "feindlichen Staaten", allen voran Israel.

SPIONAGE FÜR ISRAEL

Gemäß dem im Parlament angenommenen Gesetzentwurf mit 9 Artikeln werden nachrichtendienstliche, spionierende und operative Aktivitäten im Namen Israels, der USA und anderer "feindlicher Staaten" unter den Tatbestand der "Korruption auf Erden" fallen, der im iranischen Strafgesetzbuch zu den schwersten Verbrechen zählt. Das Strafmaß für dieses Delikt umfasst harte Sanktionen, die bis zur Todesstrafe reichen können.

AUCH DAS SENDEN VON INHALTEN AN AUSLÄNDISCHE MEDIEN IST STRAFBAR

Das Gesetz betrifft auch direkt Produzenten digitaler Inhalte. Personen, die Inhalte erstellen oder teilen, welche die nationale Sicherheit gefährden, Angst und Panik in der Gesellschaft verbreiten oder soziale Spaltung schüren könnten, sowie diejenigen, die solches Bildmaterial oder Informationen an "feindliche Medienorgane" weiterleiten, können mit einer Freiheitsstrafe von 2 bis 5 Jahren belegt werden. Zudem werden diese Personen lebenslang von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen.

CYBERSICHERHEIT UND INFORMATIONSKONTROLLE WERDEN VERSCHÄRFT

Die neue Regelung zielt darauf ab, die Cybersicherheitspolitik des Iran geschlossener und zentralisierter zu gestalten. Satellitensysteme wie Starlink werden als Bedrohung angesehen, da sie einen Internetzugang bieten, der sich der staatlichen Kontrolle entzieht. In diesem Zusammenhang wird mit einer Verschärfung der Kontrollen gerechnet, um Geräte aufzuspüren, die unbefugt ins Land gebracht wurden.