Steht ein weiterer Krieg bevor? Zahlreiche Soldaten verloren ihr Leben

Bei Zusammenstößen an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan sind zahlreiche Soldaten ums Leben gekommen. Die Vereinten Nationen riefen zu einer raschen Deeskalation auf.

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In der Grenzregion zwischen Afghanistan und Pakistan kam es zu heftigen Gefechten zwischen der pakistanischen Armee und Taliban-Kräften. Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der pakistanischen Armee (ISPR) gab bekannt, dass bei den Kämpfen 23 Soldaten getötet und 29 weitere verletzt wurden. Pakistan erklärte, man habe im Rahmen der „Selbstverteidigung“ auf die Angriffe reagiert.

In einer Stellungnahme Pakistans wurde behauptet, dass die afghanische Regierung und von Indien unterstützte Gruppen Angriffe an der Grenze verübt hätten. Während der Kämpfe seien zahlreiche Stellungen Afghanistans zerstört und 21 davon kurzzeitig eingenommen worden. Zudem wurde behauptet, dass mehr als 200 mit der afghanischen Regierung in Verbindung stehende „Terroristen“ neutralisiert worden seien.

WIE HATTE DER KONFLIKT BEGONNEN?

Am 9. Oktober kam es in der afghanischen Hauptstadt Kabul zu Explosionen, für die die afghanische Regierung Pakistan verantwortlich machte. In den darauffolgenden Tagen brachen in der afghanischen Provinz Paktia Gefechte zwischen den Grenztruppen beider Länder aus. Die afghanische Regierung behauptete, dass bei diesen Zusammenstößen 58 pakistanische Soldaten getötet und 30 verletzt worden seien. Zudem wurde bekannt gegeben, dass auch 9 afghanische Soldaten ihr Leben verloren hätten.

UN-AUFRUF ZUR DEESKALATION

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, erklärte über soziale Medien, man hoffe auf eine rasche Deeskalation der Spannungen an der afghanisch-pakistanischen Grenze. Grandi betonte, dass die Region seit langem mit Konflikten und humanitären Krisen zu kämpfen habe, und sagte: „Wir hoffen auf eine schnelle Entspannung der Lage für die von den Kämpfen betroffenen Menschen und für die regionale Stabilität.“

Während berichtet wurde, dass die Kämpfe durch die Vermittlung von Katar und Saudi-Arabien gestoppt wurden, hieß es, dass die Spannungen in der Region von der internationalen Gemeinschaft aufmerksam verfolgt würden.