Stellungnahme des Weißen Hauses zu Biden und Parkinson

Das Weiße Haus hat erklärt, dass Präsident Joe Biden in keiner Form an Parkinson leide und im Rahmen seiner jährlichen Gesundheitsuntersuchungen während seiner Amtszeit bisher nur dreimal von einem Neurologen untersucht worden sei.

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Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, beantwortete Fragen zu Berichten, wonach ein auf Parkinson spezialisierter Arzt das Weiße Haus innerhalb von acht Monaten achtmal besucht habe.

Jean-Pierre erklärte, sie könne sich aus „Sicherheitsgründen“ nicht zum Inhalt der Besuche dieses Experten im Weißen Haus äußern und sagte: „Wenn ich Ihnen hier einige Antworten geben soll: 'Wird der Präsident wegen Parkinson behandelt?' Nein. 'Nimmt der Präsident Medikamente gegen Parkinson?' Nein. Das sind Dinge, zu denen ich Ihnen umfassende Antworten geben kann.“

Jean-Pierre betonte, dass Biden im Rahmen seiner jährlichen Routineuntersuchungen bisher nur dreimal von einem Neurologen untersucht worden sei. Fragen dazu, ob der Parkinson-Experte Dr. Kevin Cannard Biden während seiner Besuche im Weißen Haus untersucht habe oder worüber er mit Bidens persönlichem Arzt gesprochen habe, ließ sie jedoch unbeantwortet.

Auf hartnäckige Nachfragen von Journalisten entgegnete Jean-Pierre: „Egal wie sehr Sie mich hier drängen oder wie wütend Sie auf mich sind, ich werde nicht über solche Personen sprechen, die das Weiße Haus besuchen. Das ist unangemessen und inakzeptabel.“

Laut offiziellen Besucherprotokollen des Weißen Hauses, die der New York Times vorliegen, hat Dr. Kevin Cannard vom Walter Reed National Military Medical Center das Weiße Haus zwischen Juli 2023 und März 2024 achtmal besucht.

Es wurde dokumentiert, dass Cannard, ein auf Bewegungsstörungen spezialisierter Neurologe, sich auch mit Bidens persönlichem Arzt getroffen hatte. Es blieb jedoch unklar, ob dies im Zusammenhang mit Bidens Gesundheitszustand geschah oder ob es sich um Treffen handelte, die nichts mit dem medizinischen Team des Weißen Hauses zu tun hatten.

Der Demokrat Joe Biden und sein republikanischer Herausforderer Donald Trump, die bei der Präsidentschaftswahl am 5. November in den USA gegeneinander antreten, waren am Abend des 27. Juni bei der ersten Live-TV-Debatte auf CNN aufeinandergetroffen. Der 81-jährige Biden konnte dabei keine Leistung erbringen, die die Sorgen um sein Alter im Hinblick auf eine zweite Amtszeit hätte ausräumen können.

Nach der Sendung wurden aus den Reihen der Demokraten und von einigen Biden unterstützenden Medien Forderungen laut, dass Biden sich aus dem Präsidentschaftswahlkampf zurückziehen solle. Biden erklärte jedoch, er sei weiterhin die beste Alternative zu Trump und werde nicht aus dem Rennen aussteigen.