Sturm Boris trifft auch Italien: Mehr als 1000 Menschen evakuiert

Der Sturm Boris, der in den vergangenen Wochen in Ost- und Mitteleuropa wütete, hat Norditalien erreicht. Die italienische Regierung hat den Notstand ausgerufen, während mehr als tausend Menschen ihre Häuser verlassen mussten.

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In Italien haben heftige Stürme und starke Regenfälle in der nördlichen Region Emilia-Romagna zu Überschwemmungen geführt, woraufhin mehr als tausend Menschen evakuiert wurden. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen und Personal in die Region entsandt.

Der „Sturm Boris“, der in Mitteleuropa bereits zu Verlusten an Menschenleben und Sachschäden geführt hatte, hat nun begonnen, seine Auswirkungen in der norditalienischen Region Emilia-Romagna zu zeigen.

Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete, führten die Regenfälle, die gestern begannen und die ganze Nacht anhielten, zu Überschwemmungen einiger Flüsse und Bäche in der Region, darunter Senio, Marzeno und Lamone.

Es wurde mitgeteilt, dass die Städte Bologna, Cesena, Forli, Ravenna, Faenza und Rimini am stärksten von den widrigen Wetterbedingungen betroffen sind.

Infolge des Hochwassers des Flusses Senio in der Nähe der Stadt Ravenna wurde das Zentrum der Gemeinde Castel Bolognese überflutet.

Zusätzlich zu den 800 Personen, die in der Umgebung von Ravenna evakuiert wurden, mussten in der Nähe von Bologna 165 Menschen ihre Häuser verlassen und die Nacht in von den lokalen Behörden bereitgestellten Unterkünften verbringen.

Es wurde gemeldet, dass die Zahl der evakuierten Personen, die sich in der gesamten Region in einer schwierigen Lage befanden, die 1000er-Marke überschritten hat.

WARNUNG DER BEHÖRDEN: 'HALTEN SIE SICH VON KELLERN FERN'

Während die Hilfsmaßnahmen der Zivilschutz- und Feuerwehrteams für die in ihren Häusern eingeschlossenen Menschen andauern, wiesen die Bürgermeister der betroffenen Siedlungen die Bevölkerung, insbesondere diejenigen, die in Flussnähe wohnen, an, sich von Erd- und Kellergeschossen fernzuhalten und nach Möglichkeit in den oberen Stockwerken zu bleiben.

Bisher wurden in der Region keine Todesopfer gemeldet.

Aufgrund der widrigen Wetterbedingungen wurde der Unterricht an den Schulen in Bologna, Cesena, Forli, Rimini und Ravenna für heute ausgesetzt, und der Verkehr auf fünf Eisenbahnlinien in der Region wurde eingestellt.

Das Zivilschutzministerium des Ministerpräsidenten hat für die Region Emilia-Romagna die Alarmstufe 'Rot' ausgerufen.

Bei den Überschwemmungen in derselben Region im Mai 2023 waren mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen.