Südkoreanischer Geheimdienst veröffentlicht Einschätzung zu Kim Jong-uns möglichem Sohn und der Nachfolgefrage

Der südkoreanische Geheimdienst teilte mit, dass er zwar nach einem möglichen Sohn von Kim Jong-un suche, Kim Ju-ae jedoch weiterhin als die wahrscheinlichste Nachfolgekandidatin gelte.

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Der südkoreanische Nationale Geheimdienst (NIS) hat seine neue Einschätzung zur Familienstruktur des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un und zum möglichen Nachfolgeprozess veröffentlicht. Die Behörde teilte mit, dass sie zwar versuche zu klären, ob Kim einen Sohn habe, jedoch an ihrer aktuellen Einschätzung festhalte, dass seine Tochter Kim Ju-ae diejenige sei, die am ehesten die Führung nach ihrem Vater übernehmen werde.

In der Erklärung des NIS hieß es, man untersuche, ob Kim Ju-ae einen älteren Bruder habe. Der Geheimdienst argumentierte jedoch, dass „selbst wenn eine solche Person unter den gegenwärtigen Umständen existieren sollte, sie nicht die Nachfolge ihres Vaters antreten könnte“. Die Behörde behauptete zudem, dass Kim Jong-un „ein weiteres jüngeres Kind habe, dessen Geschlecht noch nicht bestätigt ist“.

Die Nachfolge in der Führung Nordkoreas ist eines der Themen, die von ausländischen Geheimdiensten genau beobachtet werden.

In südkoreanischen Medienberichten wird zudem kommentiert, dass der 42-jährige Kim Jong-un noch zu jung sei, um seinen Nachfolger offiziell zu benennen, da ein solcher Schritt seine absolute Autorität schwächen könnte. Die Tatsache, dass der Machtwechsel in Nordkorea innerhalb der Familie stattfindet und der Prozess äußerst intransparent ist, hält die Nachfolgedebatten für externe Beobachter ständig auf der Tagesordnung.

Seit ihrem ersten Auftritt in den nordkoreanischen Staatsmedien im Jahr 2022 war Kim Ju-ae bei zahlreichen Veranstaltungen an der Seite ihres Vaters zu sehen, darunter bei Militärparaden und Raketentests. Diese Sichtbarkeit hat die Vermutungen verstärkt, dass die Regierung in Pjöngjang die junge Tochter bewusst der Öffentlichkeit präsentiert.

Bereits in seiner Einschätzung vom Januar 2024 hatte der NIS die vermutlich 2013 geborene Ju-ae als „wahrscheinlichste Nachfolgerin“ Nordkoreas bezeichnet. Dass Kim Jong-un am 1. Januar gemeinsam mit seiner Tochter ein symbolträchtiges Familiendenkmal besuchte, hatte die Diskussionen darüber, dass Ju-ae als potenzielle Erbin aufgebaut wird, erneut befeuert.