Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol seines Amtes enthoben
Der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol wurde wegen des Vorwurfs der Verfassungsverletzung durch die Ausrufung des Kriegsrechts seines Amtes enthoben. Nach einer Abstimmung im Parlament wurde die Entscheidung zur Amtsenthebung von Präsident Yoon getroffen.
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Das südkoreanische Parlament hat in einer Abstimmung mit 204 zu 85 Stimmen die Amtsenthebung von Präsident Yoon beschlossen.
Der Prozess zur Amtsenthebung von Yoon wird nun im verfassungsrechtlichen Rahmen fortgesetzt.
WAS WAR GESCHEHEN?
Der von Oppositionsparteien im Parlament eingebrachte neue Antrag auf Amtsenthebung von Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol aufgrund der Ausrufung des Kriegsrechts am 3. Dezember wurde heute zur Abstimmung gestellt. Laut Berichten von Yonhap sollten die Abgeordneten heute in der Nationalversammlung zusammenkommen, um über den Antrag zu beraten.
Es war ein neuer Antrag auf Amtsenthebung des Präsidenten mit der Begründung eingereicht worden, dass die Ausrufung des Kriegsrechts durch Präsident Yoon verfassungs- und rechtswidrig sei. Zuvor hatten Mitglieder der regierenden People Power Party (PPP) die Sitzung verlassen, was dazu geführt hatte, dass die Abstimmung nicht durchgeführt werden konnte.
'HATTE HAFTBEFEHLE ERTEILT'
In dem Antrag wurde dargelegt, dass die kurzzeitige Ausrufung des Kriegsrechts am 3. Dezember 'die Verfassung und die Gesetze verletzt' habe und der Präsident daher seines Amtes enthoben werden müsse. Der neue Antrag enthielt zudem Vorwürfe, wonach Präsident Yoon nach der Ausrufung des Kriegsrechts den Kriegsrechtstruppen und der Polizei den Befehl zur Verhaftung von Abgeordneten erteilt habe.
Für die Annahme des Antrags ist eine Zweidrittelmehrheit der Gesamtzahl der Parlamentsmitglieder erforderlich, was 200 Stimmen entspricht. Der Oppositionsblock, der 192 der 300 Sitze in der Nationalversammlung hält, benötigt für die qualifizierte Mehrheit die Unterstützung von mindestens 8 Abgeordneten der regierenden PPP.