Südkorea ruft 'demografischen nationalen Notstand' aus
Der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol hat einen "demografischen nationalen Notstand" ausgerufen, um Maßnahmen gegen die niedrigen Geburtenraten des Landes zu ergreifen.
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Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, sprach Präsident Yoon Suk Yeol im Seongnam F&E-Zentrum südlich der Hauptstadt Seoul auf einer Konferenz zum Thema "niedrige Geburtenrate und alternde Bevölkerung".
Yoon betonte, dass die Regierung alle Anstrengungen unternehmen werde, um die niedrige Geburtenrate zu bekämpfen, und erklärte: "Heute rufe ich offiziell einen demografischen nationalen Notstand aus. Wir werden ein umfassendes Reaktionssystem aktivieren, bis das Problem der niedrigen Geburtenrate überwunden ist."
Yoon sagte, dass man sich in diesem Rahmen auf drei Hauptbereiche konzentrieren werde: "Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Verbesserung der Kinderbetreuung und Bereitstellung von besserem Wohnraum."
Yoon versprach, die Unterstützung für die Kinderbetreuung zu erhöhen, um die Bildungsbelastung der Eltern zu verringern, und die Nachmittagsprogramme an Grundschulen auszuweiten. Zudem kündigte er die vorübergehende Einrichtung eines Ministeriums für Bevölkerungsstrategieplanung an, um die Umsetzung der Maßnahmen sicherzustellen.
Südkorea belegte 2023 mit einer Geburtenrate von 0,72 den ersten Platz unter den Ländern mit der niedrigsten Geburtenrate weltweit.
Daten des südkoreanischen Statistikamtes zur Zahl der Neugeborenen, die am 19. März veröffentlicht wurden, zeigten, dass sich der Abwärtstrend bei der jährlichen Geburtenzahl im Land in den letzten Jahren fortgesetzt hat.