Syrer in diesem Land kehren zurück

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, dass ein Großteil der Syrer im Land innerhalb von drei Jahren in ihre Heimat zurückgeschickt werden soll.

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Bundeskanzler Merz erklärte während eines Treffens mit dem syrischen Präsidenten Ahmed Schara, der Deutschland besuchte, dass etwa 80 Prozent der mehr als 900.000 in Deutschland lebenden Syrer in den kommenden drei Jahren in ihr Heimatland zurückkehren könnten. Merz betonte in seiner Erklärung, dass nur diejenigen Syrer, die erfolgreich in die Gesellschaft integriert seien, weiterhin in Deutschland bleiben könnten, und unterstrich, dass Syrien seine Bürger für den Wiederaufbauprozess benötige.

VERSCHIEDENE REAKTIONEN VON POLITIKERN UND PARTEIEN

Dieser Vorschlag des Bundeskanzlers sorgte selbst innerhalb seiner eigenen Partei, der Christlich Demokratischen Union (CDU), für Diskussionen. Der außenpolitische Sprecher der CDU, Roderich Kiesewetter, äußerte die Sorge, dass Merz' Worte von rechtsextremen und populistischen Kreisen instrumentalisiert werden könnten und unrealistische Erwartungen in der Öffentlichkeit wecken könnten, und bewertete die Äußerungen als „politisch riskant“.

Politiker anderer Parteien hoben hingegen die Beiträge der Syrer zur deutschen Wirtschaft hervor und argumentierten, dass unrealistische Versprechen der Gesellschaft schaden würden.

ANTEIL DER SYRER IM GESUNDHEITSWESEN IN DEN FOKUS GERÜCKT

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die sich in die Debatte einschaltete, gab die aktuelle Zahl der syrischen Ärzte und Pflegekräfte bekannt. In der Erklärung des Verbandes wurde darauf hingewiesen, dass Syrer die größte Gruppe ausländischer Ärzte im Land bilden; derzeit seien neben 5.745 syrischen Ärzten auch mehr als 2.000 syrische Pflegekräfte im Gesundheitssystem tätig.