Teheran reagiert auf Äußerungen von Hakan Fidan über den Iran

Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei hat scharf auf den Vergleich des türkischen Außenministers Hakan Fidan reagiert, der die Regionalpolitik des Iran mit der Besatzungsstrategie Israels gleichgesetzt hatte. Er wies zudem die Vorwürfe zurück, sein Land unterhalte Stellvertreterkräfte in der Region.

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Die jüngsten diplomatischen Spannungen zwischen dem Iran und der Türkei sind durch eine Antwort aus Teheran auf die Äußerungen von Außenminister Hakan Fidan erneut in den Fokus gerückt. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, kritisierte bei einer Pressekonferenz, dass Fidan die Interventionen des Iran in der Region mit der Expansionspolitik Israels verglichen hatte.

Baghaei ging in seiner Rede auch auf die türkisch-iranischen Beziehungen ein und beantwortete Fragen zu verschiedenen Themen, darunter die Diplomatie mit den USA und die Gespräche über das iranische Atomprogramm.

Bezüglich der früheren Einschätzung von Außenminister Fidan, wonach "der Iran behauptet, dass die Politik, die er seit langem durch die Unterhaltung von Stellvertreterkräften in diesen Ländern (wie dem Irak) verfolgt, eine präventive Sicherheitspolitik sei, genau wie die Israelis, die den Rest der Region aus Sicherheitsgründen besetzen", antwortete Baghaei: "Es ist erstaunlich, dass eine Persönlichkeit wie Herr Fidan einen solch unangebrachten Vergleich zieht. Er weiß sehr genau, dass das israelische Regime von Natur aus expansionistisch ist und danach strebt, der gesamten Region, einschließlich der Türkei, zu schaden. Wie sie zu einem solch seltsamen Vergleich gekommen sind, ist für uns ein Rätsel."

Baghaei beharrte zudem darauf, dass der Iran keine Stellvertreterkräfte in der Region habe. In seiner Botschaft an die Türkei erklärte er: "Wir bitten unsere türkischen Freunde, ihre Analysen mit den tatsächlichen Gegebenheiten in Einklang zu bringen und davon abzusehen, Analysen zu wiederholen, die dem Missbrauch durch das israelische Regime dienen."

Andererseits beantwortete Esmail Baghaei auch Fragen zur Zukunft des zwischen Pakistan und dem Iran geschlossenen Abkommens von Islamabad. Baghaei erklärte, dass sich das Abkommen derzeit in einer Krisenphase befinde, und argumentierte, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfüllt habe, die Gegenseite jedoch nicht an ihren Zusagen festgehalten habe. Baghaei beschuldigte zudem die USA, Schritte unternommen zu haben, die das Abkommen untergraben.

In Bezug auf die Debatten über das Atomprogramm erteilte Baghaei dem Wunsch des Generaldirektors der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, dass Inspektoren in den Iran zurückkehren und die beschädigten Atomanlagen untersuchen dürften, eine klare Absage. Gleichzeitig äußerte er sich nicht detailliert auf die Frage zu internationalen Berichten über den Wiederaufbau der Anlagen.