TikTok-Schlag: Datum für Löschung von Telefonen steht fest

Der Oberste Gerichtshof der USA hat mit seinem heutigen Urteil den Weg für die Umsetzung eines Bundesgesetzes geebnet, das ein Verbot von TikTok in den USA vorsieht, falls die chinesische Muttergesellschaft ihre Verbindungen nicht kappt – dies wird mit einer „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ begründet.

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In einer schriftlichen Stellungnahme des Gerichts hieß es: „Der Kongress hat entschieden, dass eine Veräußerung notwendig ist, um die gut belegten Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit im Zusammenhang mit den Datenerfassungspraktiken von TikTok und dessen Beziehung zu einem ausländischen Gegner auszuräumen.“

Gemäß der einstimmig bestätigten Entscheidung wird die Social-Media-App von Plattformen wie Google und Apple gelöscht, falls sie nicht bis zum Inkrafttreten der Entscheidung am 19. Januar verkauft wird. Zudem wird das Herunterladen der App auf Geräte wie Telefone und Tablets nach diesem Datum unterbunden.

Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die App auf bereits vorhandenen Geräten wie Telefonen und Tablets weiterhin genutzt, aber nicht mehr aktualisiert werden kann.

Gerichtsunterlagen zufolge erklärten Anwälte des Justizministeriums, dass die App ohne Updates letztlich funktionsunfähig werden würde.

Sollte TikTok bis einen Tag vor dem offiziellen Amtsantritt des gewählten US-Präsidenten Donald Trump am 20. Januar eine Verkaufsentscheidung treffen, wird die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs um bis zu 90 Tage ausgesetzt.

AB DEM 19. JANUAR VERBOTEN

Das Gesetz, das die Aktivitäten der App in den USA einschränken wird, falls die Muttergesellschaft ByteDance mit Sitz in China die Rechte an der Plattform nicht überträgt, tritt am 19. Januar in Kraft.

Sowohl US-Präsident Joe Biden als auch der gewählte Präsident Donald Trump hatten in der Vergangenheit Bedenken bezüglich der App geäußert; das TikTok-Management hatte diese Bedenken als spekulativ zurückgewiesen.

Der US-Senat hatte am 15. Dezember 2022 einstimmig einen Gesetzentwurf verabschiedet, der es Mitarbeitern der Bundesregierung aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ untersagt, TikTok auf staatlichen Geräten zu installieren.

Das US-Repräsentantenhaus hatte am 28. Dezember 2022 ebenfalls ein Verbot für das Herunterladen und die Nutzung der TikTok-App auf offiziellen Geräten seiner Mitglieder und Mitarbeiter erlassen. In vielen Bundesstaaten, darunter Maryland, Nebraska, South Carolina, South Dakota, Indiana und Texas, wurden ähnliche Gesetze verabschiedet, die die Nutzung von TikTok untersagen.

Der US-Senat verabschiedete zudem im April 2024 den Gesetzentwurf, der TikTok vor die Wahl stellt: „Verkaufen oder verboten werden“.