Todesopferzahl auf 1450 gestiegen: Türke in Venezuela teilt Aufnahmen aus den Trümmern! 'Von überall sind menschliche Stimmen zu hören'

Die Bilanz der Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5, die Venezuela erschütterten, wird immer schwerwiegender. Während die Zahl der Todesopfer auf 1.450 gestiegen ist, erklärte der türkische Staatsbürger İbrahim Eser, der die Such- und Rettungsarbeiten vor Ort verfolgt, dass immer noch Stimmen aus den Trümmern zu hören seien: „Von überall sind menschliche Stimmen zu hören.“

İHA

Nach den aufeinanderfolgenden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5, die Venezuela am 24. Juni erschütterten, dauern die Such- und Rettungsarbeiten auch am fünften Tag ununterbrochen an. Während die Zahl der bei der Katastrophe ums Leben gekommenen Menschen auf 1.450 und die Zahl der Verletzten auf 3.150 gestiegen ist, hält das hoffnungsvolle Warten für Tausende an.

Mehr als 2.600 ausländische Such- und Rettungskräfte sowie Suchhunde-Teams, die aus verschiedenen Teilen der Welt ins Land gekommen sind, setzen ihre Arbeiten fort, um die Verschütteten im Bundesstaat La Guaira zu erreichen, wo die schwersten Zerstörungen zu verzeichnen sind. Bis zum Wochenende konnten mindestens 33 Menschen, darunter auch Kinder, lebend aus den Trümmern geborgen werden.

TÜRKISCHER STAATSBÜRGER BERICHTET VON DER LAGE

Der türkische Staatsbürger İbrahim Eser, der von dem Erdbeben in der Region überrascht wurde, schilderte die Geschehnisse in dem Gebiet, in dem die Such- und Rettungsarbeiten stattfinden. Eser erklärte, dass sich noch zahlreiche Menschen unter den Trümmern befänden und sagte: „Von überall sind menschliche Stimmen zu hören.“

Eser berichtete zudem, dass die Familien, die vor den eingestürzten Gebäuden auf Nachrichten von ihren Angehörigen warten, weiterhin hoffnungsvoll ausharren.

TAUSENDE MENSCHEN OBDACHLOS

Jorge Rodriguez, der Bruder der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodriguez und Präsident der Nationalversammlung, gab bekannt, dass durch das Erdbeben 12.721 Menschen vertrieben wurden und 774 Gebäude eingestürzt sind.

Während im Küstenstaat La Guaira, etwa 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Caracas, Hunderte Gebäude zerstört wurden, sind die Straßen mit Trümmerhaufen bedeckt. Die Behörden gaben an, dass Zehntausende Menschen weiterhin vermisst werden.

NEUE KOMMISSION WIRD EINGESETZT

Interimspräsidentin Delcy Rodriguez teilte in einer Erklärung mit Ministern mit, dass die Aufräumarbeiten andauern. Rodriguez kündigte die Einrichtung einer Präsidialkommission an, um festzustellen, ob die beschädigten Gebäude noch bewohnbar sind.

Darüber hinaus gab Rodriguez bekannt, dass der Unterricht in den vom Erdbeben betroffenen Regionen ausgesetzt wird und die Stromversorgung in La Guaira zu 75 Prozent wiederhergestellt werden konnte.