Todesopferzahl nach Erdbeben in Venezuela auf über 4.500 gestiegen
Bei den zwei schweren Erdbeben, die Venezuela am 24. Juni erschütterten, ist die Zahl der Todesopfer auf 4.561 und die der Verletzten auf 16.740 gestiegen.
12punto
Venezuela kämpft weiterhin mit den verheerenden Folgen der zwei aufeinanderfolgenden schweren Erdbeben vom 24. Juni. Nach den neuesten offiziellen Angaben ist die Zahl der Menschen, die bei den Beben ihr Leben verloren haben, auf 4.561 gestiegen. Die Zahl der Verletzten hat 16.740 erreicht. Ersten Schätzungen zufolge werden nach der Naturkatastrophe 25.000 neue Wohnungen benötigt.
Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodriguez, teilte in einer aktuellen Erklärung über seinen Social-Media-Account mit, dass die Zahl der Todesopfer in den letzten 24 Stunden um 71 Personen gestiegen sei und eine große Anzahl von Verletzten medizinisch versorgt werde. Rodriguez erklärte, dass im Rahmen der humanitären Hilfe bisher 128.324 Familien erreicht wurden und in den Katastrophengebieten insgesamt 107 provisorische Zeltstädte errichtet wurden.
Das United States Geological Survey (USGS) hatte bekannt gegeben, dass die Beben eine Stärke von 7,2 und 7,5 aufwiesen und der zeitliche Abstand zwischen den beiden Erschütterungen nur 39 Sekunden betrug. Nach diesen außergewöhnlich heftigen Erdbeben wurden in ganz Venezuela Tausende von Wohnungen und Infrastruktureinrichtungen schwer beschädigt.
Nach einer Einschätzung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) vom 26. Juni wird der durch die Erdbeben verursachte Schaden für die Wirtschaft des Landes auf etwa 6,7 Milliarden Dollar geschätzt. Die Regierung erklärte, dass die Schadensermittlungsarbeiten andauern und die Hilfe für bedürftige Katastrophenopfer aufgestockt werde.
Experten warnen davor, dass die Zahl der Toten und Verletzten in den Gebieten, in denen die Such- und Rettungsaktionen noch andauern, weiter steigen könnte.