Todeszahl nach Flutkatastrophe in Nepal auf 270 gestiegen: Ursache der Tragödie geklärt

Nach den Überschwemmungen an der Grenze zwischen Nepal und China ist die Zahl der Todesopfer auf 270 gestiegen. Behörden gaben bekannt, dass 644 Touristen aus über 20 Ländern vermisst werden.

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Die Bilanz der Flutkatastrophe an der nepalesisch-chinesischen Grenze wird immer schwerwiegender. Nach Angaben der nepalesischen Polizei ist die Zahl der Menschen, die bei der Katastrophe infolge des Hochwassers des Bhotekoshi-Flusses ums Leben kamen, auf 270 gestiegen.

Das nepalesische Tourismusamt teilte mit, dass sich auch Touristen aus über 20 Ländern in der Region aufgehalten hätten. In der Erklärung hieß es, dass von insgesamt 644 Touristen, darunter 517 Ausländer und 127 Nepalesen, jede Spur fehle.

An den Such- und Rettungsarbeiten sind 2.000 Soldaten der nepalesischen Armee sowie 3.318 Polizeibeamte beteiligt. Es wurde berichtet, dass die Einsatzkräfte ihre Arbeiten in den von Überschwemmungen und Erdrutschen betroffenen Gebieten fortsetzen.

ERKLÄRUNG ZUR URSACHE DER KATASTROPHE

Der United States Geological Survey (USGS) erklärte, dass die Katastrophe nicht durch ein Erdbeben, sondern durch einen „Gletschereinsturz und Schuttstrom“ verursacht wurde. Die Behörde stellte fest, dass dies im unteren Becken zu „katastrophalen Auswirkungen“ geführt habe.

In der Stellungnahme hieß es: „Zusätzliche Analysen von nahegelegenen seismischen Stationen, langperiodischen seismischen Wellen und Satellitenbildern haben es uns ermöglicht festzustellen, dass es sich bei dem Ereignis tatsächlich um einen Gletschereinsturz und Schuttstrom handelte und kein Erdbeben stattgefunden hat.“

In Gyirong im chinesischen Autonomen Gebiet Tibet kamen durch einen Erdrutsch ebenfalls 3 Menschen ums Leben; 558 Personen, darunter 260 ausländische Staatsangehörige, werden vermisst. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Überschwemmungen und Erdrutsche auf der nepalesischen Seite auch den Hafen von Gyirong beeinträchtigt haben.

Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang ist Berichten zufolge in das Katastrophengebiet in Gyirong gereist, um gemeinsam mit Vertretern der zuständigen Behörden die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen vor Ort zu koordinieren. Der Hafen von Gyirong gilt als wichtigster Außenhandelshafen Tibets und spielt eine bedeutende Rolle im Handel zwischen China und Nepal.