Touristenkrise in Israel: Ticketpreise explodieren, Flucht mit Yachten beginnt
Das durch den israelischen Angriff auf den Iran ausgelöste Konfliktumfeld hat zur Schließung des israelischen Luftraums geführt. Etwa 40.000 ausländische Touristen sitzen in Israel fest und suchen ihr Heil darin, zu hohen Preisen Yachten zu mieten, um nach Zypern zu gelangen.
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Die Spannungen in der Region, die nach den umfassenden Angriffen Israels auf den Iran am 13. Juni eskalierten, haben dazu geführt, dass Tausende ausländische Touristen in Israel festsitzen. Die Schließung des Luftraums machte das Verlassen des Landes nahezu unmöglich, weshalb die verzweifelten Touristen begannen, den Seeweg zu nutzen.
Laut der israelischen Zeitung Haaretz bildeten sich in der Herzliya Marina nahe Tel Aviv Menschenmengen, die mit Yachten in den griechisch-zyprischen Teil Zyperns (GKRY) übersetzen wollten. Unter diesen Gruppen befanden sich nicht nur Touristen, die für einen Urlaub angereist waren, sondern auch israelische Staatsbürger, die zu ihren Familien im Ausland gelangen wollten.
Während berichtet wird, dass etwa 40.000 ausländische Touristen in Israel festsitzen, haben einige von ihnen einen Ausweg gefunden, indem sie mit kleinen Yachten von Küstenstädten wie Haifa, Aschkelon und Herzliya aus Zypern erreichen. Diese Reisen finden jedoch nur mit begrenzter Kapazität und zu sehr hohen Kosten statt. Diese Seereisen, die in Gruppen von maximal zehn Personen durchgeführt werden, werden über soziale Medien und insbesondere Facebook-Gruppen organisiert. Aufgrund der steigenden Nachfrage sind die Ticketpreise förmlich explodiert. Bei einigen Überfahrten erreichen die Kosten mehrere tausend Euro.
In einem früheren Bericht der Zeitung Haaretz wurde ein bemerkenswertes Detail geteilt: Es wurde behauptet, dass die israelische Regierung lokale Fluggesellschaften angewiesen habe, den Einsatz von Flugzeugen, die eigentlich dazu gedacht waren, im Ausland festsitzende Israelis zurückzuholen, für Bürger zu untersagen, die das Land verlassen wollen.
Während der israelischen Angriffe auf den Iran wurden die Atomanlagen und Militärbasen der Teheraner Regierung ins Visier genommen. Bei den Angriffen kamen der iranische Generalstabschef, der Kommandeur der Revolutionsgarden und zahlreiche hochrangige Offiziere sowie neun Atomwissenschaftler ums Leben. Der Iran reagierte auf diesen Angriff mit ballistischen Raketen, die israelisches Territorium trafen; bei den Gegenangriffen starben mindestens 24 Menschen, mehr als 500 wurden verletzt.
Diese Entwicklungen, die den Nahen Osten erneut in einen Feuersturm stürzen, haben nicht nur die beiden Länder, sondern auch die Zivilbevölkerung und Ausländer in der Region tief getroffen. Viele Länder, allen voran die Türkei, verurteilten die Angriffe Israels und riefen dazu auf, die Konflikte so schnell wie möglich zu beenden.