Transnistrien bittet Moskau um Schutz: Was bedeutet diese Entscheidung?

Die moldauische Region Transnistrien hat heute (28. Februar) auf einem Kongress Russland um „Schutz“ ersucht.

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In einer Erklärung nach dem Kongress wurde gefordert, dass Russland intervenieren solle, mit der Begründung, dass Moldau Transnistrien den Wirtschaftskrieg erklärt habe.

Nach dem Kongressbeschluss vom 19. Februar wurde darüber spekuliert, dass Transnistrien eine Annexion durch Russland fordern könnte. An dem Kongress am 28. Februar nahmen nicht nur Abgeordnete teil, sondern auch Staatsbedienstete verschiedener Ebenen sowie Vertreter ohne offiziellen Titel.

Was genau mit der Bitte um Schutz gemeint ist, ist noch unklar. Der russische Präsident Wladimir Putin wird am 29. Februar eine Rede vor der Föderalen Versammlung halten. Es wird erwartet, dass Putin sich zu dem Ersuchen Transnistriens äußern wird.

Die Region, die weltweit von keinem Staat anerkannt wird, steht seit 1992 faktisch nicht mehr unter der Kontrolle Moldaus. Sollte sich Transnistrien, das an den westlichen Grenzen der Ukraine liegt, Moskau anschließen, besteht die Möglichkeit, dass sich der Krieg auf den Westen der Ukraine ausweitet.

Der ukrainische Geheimdienst gab bekannt, dass Russland über zwei motorisierte Einheiten in Transnistrien verfügt. Ukrainischen Medienberichten zufolge scheint es für Russland selbst im Falle einer Annexion der Region kurzfristig nicht möglich, eine neue Front zu eröffnen. Laut einer Analyse der Kyiv Post ist es für Russland aufgrund der geografischen Lage Transnistriens nicht möglich, militärische Logistik in die Region zu transportieren.

Dennoch äußerten westliche Experten die Vermutung, dass Russland eine militärische Operation durchführen könnte, um Odessa, den letzten Hafen der Ukraine am Schwarzen Meer, einzunehmen. Im Falle einer Annexion Transnistriens durch Russland könnte die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Operation gegen Odessa steigen.