Trump bezeichnet Proteste im Iran als „riesige humanitäre Krise“

US-Präsident Donald Trump kritisierte in einem Beitrag zu den Protesten im Iran die dortige Führung; unterschiedliche Zahlen zu Todesopfern und Festnahmen stehen im Raum.

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US-Präsident Donald Trump äußerte sich auf seinem Social-Media-Kanal zu den Protesten im Iran, die mit einer Wirtschaftskrise begannen und sich auf das ganze Land ausweiteten. Trump argumentierte, dass sich die iranische Führung in einer schwierigen Lage befinde, und bezeichnete die Ereignisse im Land als „riesige humanitäre Krise“.

In seinem Beitrag behauptete Trump, dass ein Großteil der iranischen Armee keine Gehälter erhalte, und stellte die Behauptung auf, dass die Gewalt gegen Demonstranten „bisher nie dagewesene Ausmaße“ erreicht habe.

„Der Iran befindet sich im Zusammenbruch und zahlt einem Großteil seiner Armee keine Gehälter. Gleichzeitig werden Demonstranten in einem Ausmaß massakriert, wie es noch nie zuvor gesehen wurde, selbst wenn sie gar nicht protestieren. Dies ist eine riesige humanitäre Krise und muss sofort gestoppt werden.“

HINTERGRUND DER PROTESTE

Die Demonstrationen im Iran begannen am 28. Dezember 2025, angeführt von Händlern auf dem Großen Basar in Teheran, nachdem die Landeswährung an Wert verloren hatte und sich die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verschärft hatten. Die Proteste, die sich in kurzer Zeit auf verschiedene Städte ausweiteten, nahmen im Januar in der Hauptstadt Teheran weiter an Intensität zu.

Nachdem sich die Proteste am 8. Januar intensiviert hatten, blockierte die iranische Führung den Internetzugang. Während keine offizielle und klare Bilanz zu den Toten und Verletzten bei den Vorfällen veröffentlicht wurde, meldeten verschiedene Quellen unterschiedliche Zahlen.

Die in den USA ansässige Nachrichtenagentur für Menschenrechtsaktivisten im Iran, HRANA, behauptete, dass bei den Demonstrationen 5.858 Menschen ihr Leben verloren hätten und 41.283 Personen festgenommen worden seien. In einer Erklärung der iranischen Stiftung für Märtyrer und Veteranen sowie des Instituts für Rechtsmedizin vom 21. Januar wurde hingegen mitgeteilt, dass 3.117 Menschen, einschließlich Sicherheitskräften und Zivilisten, getötet wurden.

In der Erklärung wurde angegeben, dass es sich bei 2.427 dieser Personen um Sicherheitskräfte und Zivilisten handele, die von bewaffneten Terrorgruppen getötet wurden. Zu den verbleibenden 690 Personen wurden keine detaillierten Informationen mitgeteilt.