Trump lenkt nicht ein: Kanadas Vergeltungszölle gegen die USA in Kraft getreten
Nach Trumps Entscheidung für zusätzliche Zölle ist ein Handelskrieg zwischen den USA und Kanada ausgebrochen. Die kanadische Regierung kündigte an, als Reaktion auf die US-Entscheidung für 25 Prozent zusätzliche Zölle ihrerseits Zölle in gleicher Höhe zu erheben. Es wurde berichtet, dass US-Unternehmen insgesamt 21 Milliarden Dollar an zusätzlichen Kosten aufbringen müssen, um weiterhin nach Kanada exportieren zu können.
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Kanadas Vergeltungszölle sind in Kraft getreten, nachdem die Europäische Union (EU) bereits zuvor ein Zollpaket für US-Produkte im Wert von 28 Milliarden Dollar angekündigt hatte. Die EU erklärte, dass sie zusätzliche Zölle auf Importe aus den USA wie Rindfleisch, Motorräder, Whiskey sowie Stahl und Aluminium eingeführt habe. Auch China signalisierte, zu ähnlichen Schritten bereit zu sein. US-Präsident Donald Trump betonte, dass er seine Entscheidungen zu den zusätzlichen Zöllen nicht zurücknehmen werde.
Die Trump-Regierung hatte in den vergangenen Monaten zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf Stahlimporte und 10 Prozent auf Aluminiumimporte eingeführt. Trumps Entscheidung zielte auf Kanada, Mexiko und China ab, die zu den größten Handelspartnern der USA zählen. Kanada war der größte ausländische Lieferant von Stahl und Aluminium für die USA. Ein Sprecher der kanadischen Regierung bezeichnete Trumps Zölle als „völlig ungerecht, unfair und irrational“. Es wurde bekannt gegeben, dass auch die Europäische Union und China ähnliche Vergeltungszölle auf die US-Maßnahmen erhoben haben.
Der kanadische Minister für Innovation, Wissenschaft und Industrie, François-Philippe Champagne, erklärte in einer Stellungnahme:
„Die US-Regierung bringt Störungen in eine erfolgreiche Handelspartnerschaft. Dies erhöht die Kosten für den täglichen Bedarf sowohl für kanadische als auch für amerikanische Haushalte.“
Laut einem Bericht von NBC News warnten Experten davor, dass sich die US-Zölle auf die Verbraucher auswirken und zu Kostensteigerungen in Sektoren wie Automobilbau und Haushaltsgeräte führen würden. Analysten von Barclays wiesen darauf hin, dass die Rentabilität von Automobilherstellern wie Ford und General Motors in Zeiten ähnlicher Zölle gesunken sei.
Eine offizielle Antwort der USA auf Kanadas Vergeltungszölle steht noch aus. NBC deutete an, dass die Trump-Regierung dazu neige, auf ähnliche Schritte zu reagieren.
Kanadas Minister für Innovation, Wissenschaft und Industrie François-Philippe Champagne
AKTUELLE LAGE AN DEN US-MÄRKTEN
An den Aktienmärkten war aufgrund der Auswirkungen der Handelskriege eine volatile Entwicklung zu beobachten. Experten zufolge sorgten die am Mittwoch veröffentlichten, besser als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten zwar für eine kurzzeitige Entspannung, doch aufgrund der Handelsspannungen verloren die Aktien ihre anfänglichen Gewinne wieder.
Die Trump-Regierung begründete die Einführung der Zölle damit, dass andere Länder durch ihre Handelspolitik die USA ausnutzten und dies das Handelsdefizit vergrößere. Trump sagte: „Dies ist der Beginn des erneuten Wohlstands Amerikas.“
Ökonomen wiesen darauf hin, dass die Zölle der amerikanischen Industrie schaden und insbesondere in Branchen, die von Stahl und Aluminium abhängig sind, zu Arbeitsplatzverlusten führen könnten. Während Trump nach Kanadas Vergeltungsmaßnahme damit drohte, die zusätzlichen Zölle auf 50 Prozent zu erhöhen, merkte er später an, dass diese Entscheidung vorerst nicht umgesetzt werde.