Trump-Regierung will Gebühren für die Straße von Hormus erheben
US-Präsident Donald Trump scheint entschlossen, seinen Plan umzusetzen, eine Transitgebühr von 20 Prozent für Frachtschiffe einzuführen, die die Straße von Hormus passieren. Dieser Vorschlag deutet auf eine grundlegende Veränderung im internationalen Seeverkehr in der Region hin.
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Der Vorschlag von US-Präsident Donald Trump, Transitgebühren für Frachtschiffe zu erheben, die die Straße von Hormus durchqueren, ist erneut in den Fokus gerückt. Informationen aus dem Weißen Haus zufolge möchte Trump diesen Schritt schon lange vollziehen, und es werden derzeit ernsthafte Vorbereitungen dazu getroffen.
Sollten die Transitgebühren eingeführt werden, wäre dies das erste Mal, dass eine derart umfassende Gebührenregelung im internationalen Seehandel zur Anwendung käme. Es wird darauf hingewiesen, dass eine vergleichbare Maßnahme in der Geschichte zuletzt im 18. Jahrhundert vom Osmanischen Reich umgesetzt wurde.
Es ist bekannt, dass Trump seine Überlegungen zu einer 20-prozentigen Transitgebühr für Frachtschiffe bereits seit Längerem prüft. Nachdem er im April innerhalb seiner Regierung hinterfragt hatte, warum ein solcher Schritt nicht unternommen werde, drohte er im Juni damit, diese Gebühr einzuführen, falls innerhalb von zwei Monaten keine Einigung mit dem Iran erzielt werde.
Ein Beamter im Weißen Haus, der sich zu dem Thema äußerte, wies auf die Situation hin und sagte: „Dies ist eine Entscheidung, die er schon lange umsetzen möchte. Sein Umfeld hat ihn jedoch ständig gewarnt und versucht, ihn davon abzubringen. Letztendlich ist er wieder an denselben Punkt zurückgekehrt.“
Die Einzelheiten zur Funktionsweise des neuen Gebührensystems bleiben unklar. Es wurde noch keine Erklärung dazu abgegeben, wie die USA die Transitgebühr einziehen wollen und ob diesbezüglich bereits Gespräche mit den Golfstaaten in der Region stattgefunden haben. Quellen im Weißen Haus zufolge wird weiterhin an den Details des Plans gearbeitet.
US-Präsident Donald Trump erklärte auf seinem Truth-Social-Account, dass der geplante Betrag von 20 Prozent „eine Gegenleistung für die Ausgaben sei, die getätigt werden, um Sicherheit und Stabilität in der Region zu gewährleisten“.
Trumps Äußerungen stehen im Widerspruch zu einigen hochrangigen Persönlichkeiten seiner eigenen Regierung. Die jüngsten Aussagen von Vizepräsident JD Vance, dass für internationale Seewege keine Transitgebühren erhoben werden sollten, hatten für Aufmerksamkeit gesorgt. Zudem hatte auch US-Außenminister Marco Rubio in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Golf-Kooperationsrat betont, dass man gegen jegliche Gebühren oder Kontrollmechanismen in der Straße von Hormus sei.
Es wird erwartet, dass sich in den kommenden Tagen klärt, welchen Fahrplan die US-Regierung in dieser Angelegenheit verfolgen wird und wie die internationale Gemeinschaft darauf reagieren wird.