Trump verhängt Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof: Nach Haftbefehl gegen Netanjahu

US-Präsident Trump hat ein Dekret unterzeichnet, das Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) aufgrund des Haftbefehls gegen Netanjahu vorsieht.

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Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat am 21. November 2024 Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Joav Galant erlassen. 

Der IStGH teilte auf seinem offiziellen X-Account mit: „Die Vorverfahrenskammer des IStGH weist die Einwände des Staates Israel bezüglich der Zuständigkeit zurück und erlässt Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu und Joav Galant.“ Der IStGH erließ zudem einen Haftbefehl gegen den Hamas-Anführer Mohammed Deif.

Mit dieser Entscheidung traf das Gericht das bedeutendste Urteil in seiner 22-jährigen Geschichte und beschuldigte erstmals den Anführer eines westlich orientierten Staates. Netanjahu und Galant droht bei Reisen in eines der 124 Länder, die das Römische Statut unterzeichnet haben, die Festnahme.

Israel hatte im September offiziell Einspruch beim Internationalen Strafgerichtshof gegen die Rechtmäßigkeit des Antrags der Staatsanwaltschaft auf Erlass von Haftbefehlen gegen Netanjahu und Galant eingelegt.  

Israel hatte argumentiert, dass das Gericht nicht befugt sei, die Beschwerden der Palästinenser gegen das Land zu verhandeln, was die Staatsanwaltschaft dazu veranlasste, kurz darauf Haftbefehle gegen den Premierminister und den Verteidigungsminister zu beantragen.

Das Büro von Netanjahu bezeichnete die Entscheidung des IStGH vom 21. November 2024 als „antisemitisch“, während der damalige Nationale Sicherheitsrat der USA erklärte, man sei „besorgt“ über die Entscheidung.