Türke in Österreich während der Trauung abgeschoben, nachdem Asylantrag abgelehnt wurde

In Österreich wurde der türkische Staatsbürger Hamza, dessen Asylantrag abgelehnt worden war, während seiner Trauung mit seiner deutschen Verlobten Gundula festgenommen und abgeschoben.

İHA

In der niederösterreichischen Gemeinde Vösendorf wurde die Hochzeit des 27-jährigen türkischen Staatsbürgers Hamza, dessen Asylantrag abgelehnt worden war, und seiner 40-jährigen deutschen Verlobten Gundula am 13. Januar durch das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl gestürmt und unterbrochen.

FESTNAHME AM TRAUALTAR

Das Paar, dessen Ehe noch nicht geschlossen war, war schockiert, als es 12 Beamte des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl vor sich sah. Die Beamten nahmen Hamza direkt am Traualtar fest und leiteten die Schritte für seine Abschiebung ein, während Gundula ihre Tränen nicht zurückhalten konnte.

Gäste, die forderten, dass Hamza erst nach der Trauung festgenommen werden solle, erhielten eine ablehnende Antwort. Als Gundula auf die Situation reagierte und betonte, dass sie ein Recht auf Heirat habe, antwortete ein Beamter: „Das stimmt, aber nicht heute. Die Festnahme erfolgt jetzt.“

ABGESCHOBEN

Die Behörden erklärten, dass Hamza Österreich bereits vor 10 Tagen hätte verlassen müssen und sich daher strafbar gemacht habe, da er sich illegal in Österreich aufhalte.

Hamzas Anwalt, Gregor Klammer, gab an, dass sein Mandant, der am Traualtar festgenommen wurde, in die Türkei abgeschoben werde und zudem als wehrflüchtig gelte.