Türkei gibt antike Halskette der Moche-Kultur an Peru zurück

Die Türkei hat ihren Kampf gegen den Schmuggel von Kulturgütern mit einem weiteren Beispiel gekrönt. Eine historische Halskette aus der Moche-Kultur, einer der antiken Zivilisationen Perus, wurde in einer offiziellen Zeremonie an Peru zurückgegeben.

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Nach Angaben des Ministeriums für Kultur und Tourismus hat die Türkei einen weiteren beispielhaften Prozess im Kampf gegen den Schmuggel von Kulturgütern abgeschlossen und eine Halskette, die der Moche-Zivilisation aus der Antike an der Nordküste Perus zuzuordnen ist, in einer offiziellen Zeremonie an Peru übergeben.

An der Zeremonie im Museum für anatolische Zivilisationen nahmen der stellvertretende Minister für Kultur und Tourismus, Gökhan Yazgı, und der peruanische Botschafter in Ankara, Cesar Augusto De Las Casas Diaz, teil.

Yazgı betonte in seiner Rede, dass die Türkei und Peru gemeinsam gegen die Bedrohung durch den Schmuggel von Kulturgütern kämpfen, und erklärte: "Dieses Artefakt ist nicht nur ein Schmuckstück, sondern das Gedächtnis einer Zivilisation. Es an den Ort zurückzugeben, an den es gehört, ist ein bedeutsamer Schritt zur Wiederherstellung des gemeinsamen Gedächtnisses der Menschheit."

Yazgı wies darauf hin, dass der im Rahmen des UNESCO-Übereinkommens von 1970 durchgeführte Rückgabeprozess die kulturelle Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern gestärkt habe.

Der peruanische Botschafter De Las Casas Diaz bedankte sich für die schnelle und effektive Zusammenarbeit der Türkei und bewertete den Vorgang wie folgt: "Die Rückgabe dieser Halskette ist nicht nur ein offizielles Verfahren, sondern auch ein starker Ausdruck von Freundschaft und kulturellem Verständnis."

Der Botschafter betonte, dass die Moche-Kultur ein untrennbarer Bestandteil der Identität und des nationalen Stolzes Perus sei.

FIEL MIT DEM 75. JAHRESTAG DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN PERU UND DER TÜRKEI ZUSAMMEN

Es wurde bekannt, dass die zurückgegebene Halskette in den 1960er Jahren von einem türkischen Staatsbürger aus Peru mitgebracht wurde und dieser im Jahr 2021 bei den Behörden beantragte, die Echtheit des Stücks zu untersuchen.

Wissenschaftliche Untersuchungen durch Experten des peruanischen Kulturministeriums ergaben, dass das Artefakt der Moche-Kultur zuzuordnen ist.

Nachdem der Besitzer des Artefakts erfahren hatte, dass die Halskette in Peru unter Schutz steht, leitete er freiwillig den Rückgabeprozess ein.

Die Halskette wurde am 23. Januar 2025 dem Museum für anatolische Zivilisationen übergeben und unter Schutz gestellt.

Dass der Rückgabeprozess mit dem 75. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Peru und der Türkei zusammenfiel, verlieh dieser Zusammenarbeit zudem eine symbolische Bedeutung.