Türkischer Angeklagter im französischen Gruppenvergewaltigungs-Skandal sagt aus: „Ich dachte, es sei ein Sexspiel“
Gisèle Pelicot, die jahrelang von ihrem Ehemann unter Drogen gesetzt und von über 80 Männern vergewaltigt wurde, ist in Frankreich zu einem Symbol des Kampfes für Frauenrechte geworden. Gisèle, die von ihrem Ehemann Dominique Pelicot betäubt und fremden Männern ausgeliefert wurde, erregte mit diesem schrecklichen Vorfall weltweit Aufmerksamkeit. Unter den Angeklagten befindet sich auch der türkischstämmige Hüsamettin Doğan.
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Der Rechtsstreit von Gisèle Pelicot, die in Frankreich jahrelang von ihrem Ehemann betäubt und von über 80 Männern vergewaltigt wurde, wird weltweit aufmerksam verfolgt.
Während die 72-jährige Gisèle Pelicot, die von ihrem Ehemann Dominique Pelicot durch die Verabreichung von Drogen fremden Männern zur Vergewaltigung ausgeliefert und dabei gefilmt wurde, in Frankreich zur Heldin des Frauenkampfes wurde, sagen die Angeklagten im Alter zwischen 22 und 70 Jahren einzeln vor Gericht aus.
Einer der Namen, die bestätigten, dass Dominique Pelicot sie zu der Gruppenvergewaltigung in seinem Haus eingeladen hatte, ist der 43-jährige, türkischstämmige Hüsamettin Doğan. Doğan, der in seiner Jugend aus der Türkei nach Frankreich eingewandert war, wies die Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht zurück und argumentierte mit wütenden Worten, dass sein Ruf mit Füßen getreten werde.
Wie andere Angeklagte sagte auch Doğan, er habe geglaubt, es handele sich um ein „Sexspiel“. Er erklärte: „Als ich mich ihr näherte, sah ich, dass sie sich nicht bewegte. Ich fragte ihn: 'Ist deine Frau tot?' Er sagte mir, ich solle mir keine Fantasien ausmalen.“ Der türkische Angeklagte schilderte zudem, dass Dominique Pelicot vor seinen Augen seine Frau vergewaltigte, während diese bewusstlos war.
'ICH BIN KEIN VERGEWALTIGER'
Laut einem Bericht von Sözcü behauptete Doğan, er habe den Ort verlassen, als er hörte, wie die bewusstlose Frau schnarchte, und sagte: „Ich bin kein Vergewaltiger.“
Dominique Pelicot behauptete hingegen, er habe Hüsamettin Doğan gesagt, dass er seine Frau mit Drogen betäubt habe.
Unterdessen verfolgte Gisèle Pelicot während der gesamten Verhandlung die Aussagen der Vergewaltiger im Gerichtssaal. Die Frau, die sich von ihrem Ehemann scheiden ließ, hatte vor vier Jahren durch einen Polizisten von dem schrecklichen Vorfall erfahren.
Lokalen Medienberichten zufolge fand Dominique Pelicot die Männer, von denen viele aus der Stadt stammten und nun vor Gericht stehen, über das Internet.