Präsidentschaftskandidat Zammel in Tunesien zu 1 Jahr und 8 Monaten Haft verurteilt: Kann er bei der Wahl antreten?
Präsidentschaftskandidat Zammel in Tunesien zu 1 Jahr und 8 Monaten Haft verurteilt.
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Der Präsidentschaftskandidat für die Wahl am 6. Oktober in Tunesien, Ayachi Zammel, wurde zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 8 Monaten verurteilt.
Der Anwalt Abdessattar Messaoudi, Leiter des Verteidigerteams von Zammel, teilte in einer Erklärung auf seinem Facebook-Account mit, dass sein Mandant Zammel zu 1 Jahr und 8 Monaten Haft verurteilt wurde.
Gegen Ayachi Zammel, dessen Präsidentschaftskandidatur offiziell bestätigt wurde, war ein Verfahren wegen 'falscher Angaben' eingeleitet worden. Zammel wurde am 2. September festgenommen und am 4. September inhaftiert.
Der tunesische Präsidentschaftskandidat Ayachi Zammel
ZUNÄCHST FREIGELASSEN, DANN WIEDER FESTGENOMMEN
Anwalt Messaoudi hatte am 11. September bekannt gegeben, dass die Staatsanwaltschaft am erstinstanzlichen Gericht in Siliana fünf Haftbefehle gegen seinen Mandanten, der als Präsidentschaftskandidat antritt, wegen des Vorwurfs der 'Fälschung von Unterstützungserklärungen' erlassen habe.
Nach einem Einspruch wurde Zammel am 6. September zunächst unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen, jedoch unmittelbar nach seinem Verlassen des Gefängnisses erneut von Sicherheitskräften festgenommen.
Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, bleibt Zammels Präsidentschaftskandidatur bestehen. Es wird erwartet, dass der Präsidentschaftskandidat vor den Wahlen Berufung gegen die Gerichtsentscheidung einlegt.