Turbulenter 1. Mai in Frankreich: 47 Festnahmen, 15 Verletzte

Am Tag der Arbeit kam es in Frankreich zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Die Polizei nahm mindestens 47 Personen fest, 15 Beamte wurden verletzt.

İHA

In der französischen Hauptstadt Paris verwandelten sich die Straßen am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, in ein Schlachtfeld. Tausende Menschen nahmen an den Demonstrationen teil, die von der führenden Gewerkschaft CGT angeführt wurden.

Die Demonstranten zogen ab 14.00 Uhr Ortszeit vom Place de la République zum Place de la Nation.

Die von der CGT, weiteren Gewerkschaften und verschiedenen Jugendorganisationen angeführten Demonstranten protestierten gegen Sparmaßnahmen und forderten bessere Arbeitsbedingungen sowie höhere Löhne.

Während des Marsches kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten. Eine Gruppe schwarz gekleideter Demonstranten griff umliegende Bankfilialen und Geschäfte an.

Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein. Bei den Vorfällen wurden 15 Polizisten verletzt und mindestens 25 Personen festgenommen. Nach Angaben der Polizei nahmen 18.000 Menschen an den Demonstrationen in Paris teil, während die CGT von 50.000 Teilnehmern sprach.

22 FESTNAHMEN IN LYON

Die CGT gab an, dass landesweit mehr als 200.000 Menschen an den Demonstrationen teilgenommen hätten, und berichtete von bedeutenden Versammlungen in Großstädten wie Nizza, Marseille und Straßburg.

Die Präfektur Lyon teilte mit, dass bei den 1.-Mai-Demonstrationen 22 Personen festgenommen wurden.

Bei einem Marsch in Saint-Étienne wurde der Kandidat für das Europäische Parlament, Raphaël Glucksmann, von der Demonstration vertrieben.