Überschwemmungen und Erdrutsche in Nepal und Tibet: Erste Bilder aus dem Katastrophengebiet!

In Nepal und der chinesischen Region Tibet haben Überschwemmungen und Erdrutsche massive Zerstörungen verursacht. Berichten zufolge werden unter den Vermissten mehr als 400 Touristen gemeldet.

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Bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Nepal und der chinesischen Region Tibet sind nach ersten Berichten mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte weitere werden vermisst. Unter den Vermissten befinden sich laut offiziellen Angaben mehr als 400 Touristen, darunter 291 Ausländer.

Aufnahmen aus der Region zeigen, wie Wassermassen eine Brücke mitreißen, mehrstöckige Gebäude einstürzen und ganze Siedlungen von Schlamm bedeckt werden. Nach den Überschwemmungen und Erdrutschen sollen einige Dörfer völlig zerstört sein; die Kommunikationswege sind demnach vollständig unterbrochen.

Nepals Außenminister Shishir Kanal erklärte, ersten Erkenntnissen zufolge könnte die Katastrophe durch eine Lawine ausgelöst worden sein, die von einem Erdbeben in der Region verursacht wurde. Kanal gab an, dass um 08.37 Uhr Ortszeit ein Erdbeben registriert wurde.

Minister Kanal teilte zudem mit, dass 26 Polizeibeamte, neun bewaffnete Polizeikräfte und 44 Militärangehörige vermisst werden. Die Such- und Rettungsarbeiten würden in enger Abstimmung mit China durchgeführt.

KEIN KONTAKT ZU TOURISTEN

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping habe angeordnet, alle verfügbaren Mittel zur Suche nach den Vermissten zu mobilisieren; Rettungsteams seien in das Gebiet entsandt worden. Die unterbrochene Kommunikation erschwert jedoch die Suche nach den Vermissten.

Der in Kathmandu ansässige chinesische Geschäftsmann Yi Liang berichtete, dass sich sieben seiner Lastwagen in den betroffenen Gebieten befänden, er jedoch aufgrund der ausgefallenen Kommunikationsleitungen keinen Kontakt zu den Fahrzeugen aufnehmen könne. Auch der Tibeter Guan Daoshuan gab an, seit dem Morgen des 26. August nichts mehr von seiner Ehefrau gehört zu haben.

Guan erklärte, dass die nepalesischen Behörden Hubschrauber zur Erkundung aus der Luft entsenden wollten, dies jedoch aufgrund starker Winde bisher nicht möglich gewesen sei.

Nach Angaben des nepalesischen Tourismusbüros befinden sich unter den vermissten Touristen 142 Inder, 17 Malaysier, 12 Briten, vier Südafrikaner, drei US-Amerikaner, ein Niederländer und ein Australier. Zudem seien 111 weitere vermisste Touristen noch nicht identifiziert worden. Ob sich auch türkische Staatsbürger unter den Vermissten befinden, ist derzeit noch unklar.