Übung in Deutschland für echt gehalten: Polizei und Soldaten lieferten sich Schusswechsel

Nachdem Soldaten der Bundeswehr bei einer Übung in Deutschland gemeldet wurden, rückte die Polizei an. Die Soldaten hielten die Beamten für Teil der Übung und eröffneten mit Platzpatronen das Feuer, woraufhin die Polizei mit scharfer Munition reagierte. Ein Soldat wurde bei dem Vorfall leicht verletzt. Laut Medienberichten wussten die alarmierten Polizeikräfte nichts von der Übung.

İHA

In der Region Altenerding, nordöstlich von München, kam es während der Übung „Mareşal Gücü 2025“ beinahe zu einer Katastrophe. Soldaten, die im Rahmen der Übung im öffentlichen Raum trainierten, wurden in der Nähe eines landwirtschaftlichen Anwesens von Anwohnern bemerkt, die daraufhin die Polizei alarmierten.

Aufgrund der Meldung wurde ein Großaufgebot der Polizei an den Ort des Geschehens entsandt. Die Soldaten, die das Eintreffen der Beamten für einen Teil ihres Trainings hielten, eröffneten mit Platzpatronen das Feuer auf die vermeintlichen Feindkräfte. Daraufhin erwiderten die Polizeieinheiten das Feuer mit scharfer Munition. Bei dem unglaublichen Vorfall wurde einer der Soldaten leicht verletzt. Er befindet sich außer Lebensgefahr und wird im Krankenhaus behandelt.

Während zu dem Vorfall bei der Übung, an der rund 800 Soldaten sowie Feuerwehr- und Rettungskräfte beteiligt waren, keine offizielle Stellungnahme abgegeben wurde, berichtete die deutsche Presse, dass die Polizeieinheiten, die aufgrund des Bürgerhinweises vor Ort eintrafen, nicht über die Übung informiert gewesen seien.

Das Szenario der Übung zielte darauf ab, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zwischen Bündniskräften sowie militärischen und zivilen Akteuren für den Fall einer Besetzung eines NATO-Landes zu verbessern.