UN warnt: 'Die größte Hungerkrise der Welt steht bevor'

Die UN warnt, dass die größte Hungerkrise der Welt im Sudan bevorsteht, während die humanitäre Hilfe einen 'Wendepunkt' erreicht hat.

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12PUNTO AUSLANDSREDAKTION

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat in einer Erklärung gewarnt, dass der Krieg im Sudan 'die größte Hungerkrise der Welt auslöst' und 'mehr als 25 Millionen Menschen in einer Spirale der Ernährungsunsicherheit gefangen hält'.

Das WFP teilte am Mittwoch mit, dass landesweit neun von zehn Menschen mit einem 'Hungerniveau im Notfallbereich' konfrontiert seien und aufgrund von 'unaufhörlicher Gewalt und der Einmischung der Konfliktparteien' in Gebieten festsaßen, die weitgehend unzugänglich seien.

Der Krieg, der laut UN auch die größte Vertreibungskrise der Welt verursacht hat, hat im Sudan 18 Millionen Menschen sowie Millionen weitere im benachbarten Südsudan und im Tschad in eine 'schwere Ernährungsunsicherheit' gestürzt.

WFP-Exekutivdirektorin Cindy McCain erklärte: „Vor zwanzig Jahren war Darfur die größte Hungerkrise der Welt, und die Welt handelte, um darauf zu reagieren. Doch heute ist das sudanesische Volk vergessen. Millionen von Leben sowie der Frieden und die Stabilität der gesamten Region stehen auf dem Spiel.“

In dem Krieg zwischen den Kräften, die den beiden rivalisierenden Befehlshabern – dem Stabschef der Sudanesischen Streitkräfte (SAF), Abdel Fattah al-Burhan, und dem General der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), Mohamed Hamdan Dagalo, treu ergeben sind – wurden bisher Tausende Menschen getötet und acht Millionen Menschen vertrieben.

Beide Gruppen werden beschuldigt, Zivilisten zu töten, Häuser zu plündern und im Sudan für Obdachlosigkeit zu sorgen.

HILFSBEMÜHUNGEN AM WENDEPUNKT

Das WFP erklärte, es habe derzeit Schwierigkeiten, mit dem 'kritischen Bedarf Schritt zu halten', und bezeichnete die humanitären Hilfsbemühungen als an einem 'Wendepunkt' angelangt.

Laut WFP hat sich die Krise weiter verschärft, nachdem das Programm gezwungen war, seine Hilfslieferungen vom Tschad in die sudanesische Region Darfur einzustellen, da die lokalen Behörden grenzüberschreitende LKW-Konvois nicht genehmigten. Seit August erhielten mehr als eine Million Menschen über diese Route humanitäre Hilfe.

Den Informationen in der WFP-Erklärung zufolge ist jedes fünfte Kind in den Transitzentren am wichtigsten Grenzübergang zwischen dem Sudan und dem Südsudan unterernährt.

Das WFP fügte hinzu: „Neu angekommene Vertriebene im Südsudan machen zwar weniger als 3 Prozent der Bevölkerung aus, stellen jedoch 35 Prozent derjenigen dar, die mit katastrophalem Hunger konfrontiert sind.“