Ungarns Ministerpräsident Orbán: Die zwei gefährlichsten Monate des Krieges stehen uns bevor

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat aufgrund des Risikos einer Eskalation des Krieges in der Ukraine den Nationalen Sicherheitsrat einberufen. Orbán erklärte: „Die zwei gefährlichsten Monate des Krieges stehen uns bevor.“

İHA

Der ungarische Ministerpräsident Orbán hat den Nationalen Sicherheitsrat einberufen, um die jüngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg und das Risiko einer Eskalation zu erörtern. In einer Erklärung in den sozialen Medien zu dem Treffen, an dem die zuständigen Minister, der nationale Sicherheitsberater des Ministerpräsidenten und der Befehlshaber der ungarischen Streitkräfte teilnahmen, sagte Orbán: „Wir verfolgen die Nachrichten von der Front im Russland-Ukraine-Krieg aufmerksam.

Heute Morgen habe ich den Sicherheitsrat einberufen. Das Risiko einer Eskalation des Krieges war noch nie so hoch wie jetzt. Ungarn unterstützt weiterhin entschlossen einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen“, sagte er.

„MIT TRUMPS SIEG IST FRIEDEN ODER ZUMINDEST EIN WAFFENSTILLSTAND MÖGLICH“

In einer nach dem Treffen veröffentlichten Videobotschaft erklärte Orbán: „Heute ist Mittwoch und es gibt besorgniserregende Nachrichten aus der Ukraine. Deshalb habe ich den Sicherheitsrat einberufen. Die zwei gefährlichsten Monate des Krieges stehen uns bevor. Mit dem Sieg von Präsident Donald Trump ist Frieden oder zumindest ein Waffenstillstand möglich. Doch die kriegsbefürwortende Regierung wird in den USA noch zwei Monate im Amt bleiben“, sagte er.

„UNGARN MUSS SICH HERAUSHALTEN“

Bezüglich der Aktualisierung der russischen Nukleardoktrin durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte Orbán: „Die Ukraine hat gestern Langstreckenraketen auf russisches Territorium abgefeuert, und die Russen haben daraufhin ihre Nukleardoktrin verschärft. Ich habe im Nationalen Sicherheitsrat einen Bericht zu diesem Thema erhalten. Das Risiko einer Eskalation und Ausweitung des Krieges ist in den kommenden Wochen so hoch wie nie zuvor. Ungarn wird sein gesamtes Wissen, seine Ressourcen und seine diplomatische Erfahrung benötigen, um in den kommenden Monaten aus diesem Krieg herauszuhalten. Denn Ungarn muss sich von diesem Krieg fernhalten“, sagte er.

Die Spannungen im Ukraine-Krieg hatten sich in den letzten Tagen verschärft, nachdem die Regierung von US-Präsident Joe Biden der Ukraine die Erlaubnis erteilt hatte, in den USA hergestellte Langstreckenraketen gegen Ziele auf russischem Territorium einzusetzen, woraufhin Russland als Reaktion seine Nukleardoktrin aktualisierte.