Ungarns Präsidentin tritt zurück
Die ungarische Präsidentin Katalin Novak ist nach öffentlicher Empörung zurückgetreten, nachdem sie eine Person begnadigt hatte, die wegen Beihilfe zur Vertuschung eines Falls von sexuellem Missbrauch an Kindern verurteilt worden war.
12punto
Die ungarische Präsidentin Katalin Novak ist nach der öffentlichen Empörung über die Begnadigung einer wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten Person zurückgetreten.
RÜCKTRITT
Die begnadigte Person war 2018 zu einer mehr als dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil sie geholfen hatte, den sexuellen Missbrauch durch einen Heimleiter zu vertuschen, der zwischen 2004 und 2016 mindestens 10 Kinder sexuell missbraucht hatte und dafür zu acht Jahren Haft verurteilt worden war.
Aufgrund des wachsenden Drucks reichte Novak ihren Rücktritt ein.
In einer im staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Rede sagte Novak: „Ich habe einen Fehler gemacht. Heute ist der letzte Tag, an dem ich als Präsidentin zu Ihnen spreche.“