UNICEF: Jeden Tag sterben im Gazastreifen 4 Kinder

Die Exekutivdirektorin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF), Catherine Russell, betonte, dass die Sterblichkeitsrate von Kindern im Gazastreifen rapide ansteigt und sie täglich Opfer von Krieg, Hunger, Krankheiten und Kälte werden. Im letzten Monat kamen mehr als 160 Kinder ums Leben, während Tausende weitere von grundlegenden Bedürfnissen abgeschnitten sind.

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Russell gab eine schriftliche Erklärung zu den Entwicklungen im Gazastreifen ab.

Unter Hinweis darauf, dass bei dem gestrigen Angriff auf das Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens mindestens 33 Menschen, darunter mindestens 8 Kinder, ums Leben kamen und 50 Personen bei Luftangriffen verletzt wurden, erklärte Russell: "Dieser jüngste Akt der Gewalt hat die Zahl der Kinder, die im letzten Monat im Gazastreifen ihr Leben verloren haben, auf über 160 erhöht. Das bedeutet, dass seit Anfang November durchschnittlich 4 Kinder pro Tag gestorben sind."


Russell betonte, dass die Kinder nicht für die Situation im Gazastreifen verantwortlich seien und auch nicht die Macht hätten, sie zu stoppen, während sie gleichzeitig den höchsten Preis mit ihrem Leben und ihrer Zukunft zahlten.

Russell wies darauf hin, dass in den letzten 14 Monaten mehr als 14.500 Kinder im Gazastreifen getötet wurden, und betonte, dass fast alle der 1,1 Millionen Kinder dringend Schutz und psychologische Unterstützung benötigen.


Russell wies darauf hin, dass der Zugang zu humanitärer Hilfe angesichts der anhaltenden Hungersnot im Norden des Gazastreifens stark eingeschränkt sei, und erklärte:


"Im gesamten Gazastreifen werden Kinder und Familien ständig vertrieben; diese Situation hat 1,9 Millionen Menschen, darunter Hunderttausende Kinder, zur Flucht gezwungen. Es gibt keinen sicheren Ort im Gazastreifen, und mit sinkenden Temperaturen leben Kinder in Instabilität, ohne Zugang zu grundlegenden Bedürfnissen wie Nahrung, sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und warmer Kleidung."

Russell wies darauf hin, dass sich vermeidbare Krankheiten schnell ausbreiten, und stellte fest, dass Tausende von Kindern an Hautausschlägen und akuten Atemwegsinfektionen leiden.


Russell fügte hinzu: "Die Welt kann nicht gleichgültig bleiben, während so viele Kinder täglich Blutvergießen, Hunger, Krankheiten und Kälte ausgesetzt sind."