Unruhe in Land, das nicht zum NATO-Gipfel eingeladen wurde

In Georgien, das nicht zum NATO-Gipfel in der Türkei eingeladen wurde, sind Sorgen über die außenpolitische Position des Landes und politische Debatten in den Vordergrund gerückt.

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Dass Georgien beim jüngsten NATO-Gipfel in Ankara nicht zu den offiziell eingeladenen Ländern zählte, hat im ganzen Land zu intensiven Diskussionen geführt. Während Partnerländer wie die Ukraine und Japan, deren Beitrittsprozesse noch andauern, Einladungen erhielten, hat der Ausschluss Georgiens von dieser wichtigen Plattform die Sorge vor einer "internationalen Isolation" verstärkt.

Vertreter der regierenden Partei Georgischer Traum betonten, dass das Ausbleiben der Einladung auf eine Änderung des Gipfelformats zurückzuführen sei, während die Opposition der Regierung vorwarf, die Beziehungen zum Westen zu schwächen. Experten sind sich hingegen einig, dass die jüngste Politik Georgiens der Glaubwürdigkeit des Landes geschadet habe. Der ehemalige ständige NATO-Vertreter Levan Dolidze erklärte, dass die aktuelle Außenpolitik den Einfluss des Landes innerhalb der NATO und der Europäischen Union verringere, und betonte, dass "das Land nicht nur von der NATO, sondern auch von den Diskussionen innerhalb der EU ausgeschlossen wird".

Das in den letzten Jahren in Georgien verabschiedete umstrittene Gesetz über "ausländischen Einfluss" hatte zu Massenprotesten gegen die Regierung geführt und dazu veranlasst, dass die EU den Beitrittsprozess auf unbestimmte Zeit ausgesetzt hat. Die Entscheidung von Premierminister Irakli Kobakhidze, die Verhandlungen mit der Europäischen Union einzufrieren, führt dazu, dass die Rolle des Landes auf internationalen Plattformen in Frage gestellt wird.

Politische Analysten äußern, dass die zunehmende Distanz Georgiens zum Westen die Wahrnehmung nähre, dass der strategische Wert des Landes abnehme. Im Land werden die Forderungen immer lauter, dass die Regierung einen neuen außenpolitischen Kurs einschlagen und ein Gleichgewicht in den Beziehungen zum Westen suchen solle.

Während die Debatten über den Ausschluss Georgiens andauern, wird in europäischen Hauptstädten und darüber hinaus aufmerksam verfolgt, ob sich die künftige internationale Positionierung des Landes neu gestalten wird.