Unruhen in Brüssel: Türkische Bürger in Belgien protestieren gegen PKK-Anhänger

Im Bezirk Heusden-Zolder in der belgischen Region Limburg reagierten türkischstämmige Bürger auf Provokationen von Anhängern der Terrororganisation PKK.

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PKK-Anhänger, die von sogenannten Feierlichkeiten zum Newroz-Fest zurückkehrten, fuhren in Heusden-Zolder, etwa eine Stunde von der belgischen Hauptstadt Brüssel entfernt, mit Fahrzeugen durch die Straßen, an denen Symbole der Terrororganisation PKK sowie Poster des Anführers Abdullah Öcalan angebracht waren.

Die PKK-Anhänger skandierten Parolen und fuhren durch eine Straße, in der viele türkische Bürger leben. Die Türken protestierten gegen die Gruppe, woraufhin es zu Auseinandersetzungen kam.

POLIZEI GRIFF EIN

Zahlreiche Polizeieinheiten wurden zum Tatort entsandt, an dem einige Fahrzeuge in Brand gesetzt wurden. Die Polizei setzte im Bezirk Houthalen-Helchteren, auf den die Unruhen übergriffen, Wasserwerfer gegen die Gruppe ein.

Der stellvertretende Bürgermeister von Heusden-Zolder, Yasin Gül, erklärte, dass Teilnehmer des provokativen Konvois eine Person geschlagen hätten.

Gül sagte: "Wir leben hier seit 60 Jahren als westeuropäische Türken. Wir haben in unserer Gemeinde noch nie einen solchen Vorfall erlebt. Fast ein Viertel der Bevölkerung unserer Gemeinde besteht aus Bürgern türkischer Herkunft."

Gül erklärte, dass die staatlichen Behörden nach Beginn der Vorfälle die notwendige Aufmerksamkeit gezeigt hätten. Er berichtete, dass die Polizei aufgrund von Gerüchten, wonach Anhänger der Terrororganisation aus umliegenden Städten und Ländern anreisen würden, um sich an den Unruhen zu beteiligen, die entsprechenden Straßen gesperrt und die Zufahrten geschlossen habe.

Der Bürgermeister von Houthalen-Helchteren, Alain Yzermans, erklärte gegenüber der lokalen Presse, dass die Unruhen begannen, nachdem ein junger Türke während des Konvois der PKK-Anhänger angegriffen worden war, und dass sich die Ereignisse nach der schnellen Verbreitung in den sozialen Medien ausweiteten.

Yzermans merkte an, dass die Lage derzeit unter Kontrolle sei und die Polizei bis zum Morgen patrouillieren und in Alarmbereitschaft bleiben werde.