Unruhen in England halten an: Vor dem Wochenende wurden tausend weitere Polizisten mobilisiert
England ergreift eine Reihe neuer Maßnahmen, um soziale Unruhen zu verhindern, die am Wochenende erneut aufflammen könnten. Kabinettsminister Nick Thomas-Symonds erklärte dazu, dass landesweit tausend zusätzliche Polizisten für das Wochenende mobilisiert wurden.
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Während tausend zusätzliche spezialisierte Polizeibeamte gegen die für das Wochenende erwarteten rassistischen Ausschreitungen in England eingesetzt werden, kündigte die Regierung an, eine Verschärfung der Vorschriften für Social-Media-Unternehmen nach den durch Desinformation ausgelösten Vorfällen in Erwägung zu ziehen.
Nachdem am 29. Juli bei einer Taylor-Swift-Veranstaltung im nordenglischen Southport drei Mädchen getötet worden waren, wurde die Identität des Tatverdächtigen in den sozialen Medien fälschlicherweise als islamistischer Einwanderer angegeben, woraufhin es in verschiedenen Städten und Gemeinden zu Ausschreitungen kam. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Angreifer in Wales geboren wurde.
ANGRIFFE AUF HOTELS MIT ASYLBEWERBERN UND AUF MOSCHEEN
Während überwiegend rassistische Angriffe auf Muslime und Einwanderer verübt wurden, gingen Fensterscheiben von Hotels, in denen Asylbewerber untergebracht sind, zu Bruch und es wurden Steine auf Moscheen geworfen.
Seit Ende letzten Monats wurden mehr als 480 Personen festgenommen, weil sie an Angriffen auf Muslime, Einwanderer und andere Orte sowie auf die Polizei und Passanten beteiligt gewesen sein sollen.
TAUSEND WEITERE POLIZISTEN IM EINSATZ
Kabinettsminister Nick Thomas-Symonds erklärte gegenüber Sky News, dass landesweit tausend zusätzliche spezialisierte Polizeibeamte für das Wochenende mobilisiert wurden.
Thomas-Symonds äußerte zudem, dass die Regierung den Rahmen des Online-Sicherheitsgesetzes (Online Safety Act), das die Verantwortung von Social-Media-Unternehmen für Inhalte regelt, die zu Gewalt oder Hass anstiften, überprüfen werde.
Das betreffende Gesetz wurde im Oktober verabschiedet, wird jedoch aufgrund des Konsultationsprozesses voraussichtlich nicht vor dem nächsten Jahr in Kraft treten. Über das Gesetz sagte Thomas-Symonds: "Wir sind bereit, bei Bedarf Änderungen vorzunehmen."