US-Börsenaufsicht beantragt Sanktionen gegen Elon Musk: Hat er X-Aktien manipuliert?
Wie die US-Börsenaufsicht SEC am Freitag mitteilte, plant sie Sanktionen gegen Elon Musk. Musk war im Rahmen der Untersuchung zum 44-Milliarden-Dollar-Kauf von Twitter zur Zeugenaussage vor Gericht geladen worden, war jedoch ohne Angabe von Gründen nicht erschienen.
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12PUNTO AUSLANDSREDAKTION
Die SEC hat bei einem Bundesgericht in San Francisco einen Antrag gestellt, Sanktionen gegen den X-CEO Elon Musk zu verhängen, da dieser nicht zu einer für den 10. September angesetzten Anhörung erschienen war. Sollte das Gericht dem Antrag stattgeben, könnte Musk wegen 'Missachtung des Gerichts' belangt werden.
Musk, der unter anderem Eigentümer des Elektroautoherstellers Tesla ist, war am 10. September nach Cape Canaveral in Florida gereist, um den Start der 'Polaris Dawn'-Mission seines Raumfahrtunternehmens SpaceX zu beaufsichtigen. Im Rahmen der Polaris-Dawn-Mission hatte SpaceX am 10. September Astronauten ins All befördert.
Die SEC erklärte jedoch, dass Musks Fernbleiben von der Anhörung gegen eine gerichtliche Anordnung vom 31. Mai verstoße, die seine Zeugenaussage verpflichtend machte.
Die SEC-Anwältin Robin Andrews sagte gegenüber Reuters: 'Musks Ausrede riecht nach reiner Spielerei' und fügte hinzu: 'Das Gericht sollte deutlich machen, dass Musks Spielchen und Verzögerungstaktiken ein Ende haben müssen.'
HAT MUSK VOR DEM KAUF VON TWITTER BÖRSENKURS-MANIPULATION BETRIEBEN?
Die SEC untersucht, ob Musk gegen Wertpapiergesetze verstoßen hat, als er Anfang 2022 begann, Twitter-Aktien anzuhäufen.
Musk war von vielen Seiten, darunter auch von Twitter-Aktionären, kritisiert worden, weil er mindestens 10 Tage gewartet hatte, bevor er den Erwerb von Twitter-Aktien öffentlich machte.
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, würde dies bedeuten, dass Musk vor der Übernahme Börsenkurse manipuliert hat. Sollte das Gericht in diesem Sinne entscheiden, könnten dem bekannten Geschäftsmann schwere Strafen drohen.
Musks Anwalt Alex Spiro bezeichnete die geforderten Sanktionen als 'hart' und unnötig und behauptete, dass Musks Abwesenheit beim Raketenstart das Leben der Astronauten hätte gefährden können. Spiro teilte mit, dass sein Mandant an der für den 3. Oktober angesetzten Anhörung zur Zeugenaussage teilnehmen werde.
In einer auf X veröffentlichten Nachricht schrieb Spiro, dass Musks Nichterscheinen am 10. September auf einen 'Notfall' zurückzuführen sei, den er nicht selbst verursacht habe, und dass es 'keinen Grund zu der Annahme gebe, dass ein solcher Notfall erneut eintreten werde'.