US-Nationalgardist bekennt sich schuldig im Fall der Weitergabe geheimer Dokumente

Der 22-jährige Nationalgardist Jack Teixeira, der wegen der Weitergabe geheimer Dokumente des US-Verteidigungsministeriums zu zahlreichen aktuellen Themen vor Gericht stand, hat sich schuldig bekannt. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von 16 Jahren und 8 Monaten sowie eine Geldstrafe von 50.000 Dollar.

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Der 22-jährige Nationalgardist Jack Teixeira, der wegen der Weitergabe von Dokumenten des US-Verteidigungsministeriums, die „sensibles und streng geheimes Material“ zu zahlreichen aktuellen Themen enthielten, vor Gericht stand, wurde für schuldig befunden.

Teixeira bekannte sich vor einem Bundesgericht in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts in allen sechs Anklagepunkten schuldig, die sich auf die vorsätzliche Aufbewahrung und Weitergabe von Informationen zur nationalen Verteidigung bezogen. Die Staatsanwaltschaft forderte für Teixeira, der Dutzende geheime Dokumente im Internet veröffentlicht hatte, eine Haftstrafe von 16 Jahren und 8 Monaten sowie eine Geldstrafe von 50.000 Dollar.

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US-Behörden erklärten, dass die durchgesickerten Dokumente erstmals im Februar und März des vergangenen Jahres über die sozialen Medienplattformen Discord und Telegram geteilt, jedoch erst später bemerkt worden seien. Im Rahmen der Ermittlungen zum Datenleck stünden auch potenzielle Täter innerhalb des Verteidigungsministeriums unter Beobachtung. Die Behörden teilten mit, die Dokumente schienen von jemandem erlangt und weitergegeben worden zu sein, der Zugang zum US-Geheimdienstsystem hatte, und wiesen darauf hin, dass einige Inhalte nicht einmal mit den engsten Geheimdienstpartnern der USA geteilt worden seien.

Unter den am 7. April ins Internet gelangten Dokumenten befanden sich geheime Unterlagen, die unter anderem den Russland-Ukraine-Krieg, die Operationen der russischen Söldnergruppe Wagner in Afrika, Wege für israelische Waffenlieferungen an die Ukraine sowie die Beziehungen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu Russland betrafen.

Teixeira war auf der Otis Air National Guard Base in Boston stationiert und verfügte trotz seines niedrigen Dienstgrades über eine streng geheime Sicherheitsfreigabe. Die Air Force leitete im Dezember vergangenen Jahres Disziplinarverfahren gegen 15 Mitarbeiter ein. In einem im Rahmen der Ermittlungen veröffentlichten Bericht wurde festgestellt, dass die Mitarbeiter von Teixeiras „nachrichtendienstlichen Suchaktivitäten“ wussten und ihn nicht stoppten.