US-Sondergesandter Barrack: Sobald die Sache animalisch wird, sind wir raus

Der US-Sondergesandte für Syrien, Thomas Barrack, erklärte Journalisten bei einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun: "Sobald diese Angelegenheit chaotisch und animalisch wird, sind wir raus. Benehmt euch zivilisiert."

İHA

Der US-Botschafter in Ankara und Sondergesandte für Syrien, Thomas Barrack, hat bei einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in der libanesischen Hauptstadt Beirut Journalisten beleidigt.

Barrack war sichtlich verärgert darüber, dass Journalisten – wie bei Pressekonferenzen üblich – gleichzeitig Fragen stellten, und maßregelte sie. Barrack sagte: "Bitte, seid ein wenig leise. Ich möchte euch etwas sagen. Sobald diese Angelegenheit chaotisch und animalisch wird, sind wir raus. Wollt ihr wissen, was passiert? Benehmt euch zivilisiert, seid höflich, seid tolerant. Denn das ist das Problem mit dem, was in der Region vor sich geht."

Anschließend fragte Barrack die Journalisten: "Glaubt ihr, das macht uns Spaß? Glaubt ihr, es ist nützlich, dass Morgan und ich hier diesen Wahnsinn ertragen?"

"DAS IST NICHT NUR ARROGANZ, DAS IST RASSISMUS"

Die Äußerungen von Barrack, der libanesische Wurzeln hat, lösten in den sozialen Medien heftige Reaktionen aus; seine Aussagen wurden als "rassistisch" eingestuft.

Die Journalistin Hala Jaber reagierte scharf auf Barracks Äußerungen und erklärte: "Tom Barrack kommt wie ein Kolonialkommissar aus dem 19. Jahrhundert nach Beirut und bezeichnet libanesische Journalisten als 'animalisch'. Er erteilt uns Lektionen in 'Zivilisation' und schiebt die gesamte Schuld auf 'unsere Region'. Das ist nicht nur Arroganz, das ist Rassismus. Ihr regiert dieses Land nicht und ihr könnt seine Bevölkerung nicht beleidigen."