US-Vizepräsidentin Kamala Harris: 'Wir haben gesagt, dass eine Militäroperation in Rafah ein Fehler wäre'
US-Vizepräsidentin Kamala Harris äußerte sich in der Nachrichtensendung ABC NEWS. Harris betonte, dass sie zahlreiche Gespräche über Rafah geführt hätten und erklärte: "Wir haben deutlich gemacht, dass eine umfassende Militäroperation in Rafah ein großer Fehler wäre."
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US-Vizepräsidentin Kamala Harris erklärte, dass eine mögliche Offensive Israels auf Rafah trotz aller Warnungen ein "großer Fehler" wäre.
Harris äußerte sich in der Nachrichtensendung "ABC News".
Sie betonte, die Karten zum Gazastreifen detailliert geprüft zu haben, und sagte: "Die Menschen dort haben keinen Ort, an den sie gehen können."
Harris merkte an, dass sie zahlreiche Gespräche über Rafah geführt hätten, und sagte: "Wir haben deutlich gemacht, dass eine umfassende Militäroperation in Rafah ein großer Fehler wäre."
Auf die Frage, ob die USA Schritte gegen eine israelische Offensive in Rafah unternehmen könnten, antwortete Harris, man werde "Schritt für Schritt vorgehen", schloss jedoch keine Optionen aus.
Bezüglich der Frage, ob der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ein Hindernis für den Frieden darstelle, sagte Harris: "Wir werden unsere Prioritäten in Bezug auf Gaza weiterhin verfolgen."
Harris drückte ihre Ablehnung gegenüber der Tötung zahlreicher unschuldiger Palästinenser aus und betonte, dass sowohl das israelische als auch das palästinensische Volk das Recht hätten, in gleicher Sicherheit und Würde zu leben.
DER LETZTE ZUFLUCHTSORT RAFAH
Aufgrund der Angriffe, die Israel seit dem 7. Oktober 2023 fortsetzt, wurden im Gazastreifen mit einer Bevölkerung von etwa 2,3 Millionen Menschen 1,9 Millionen Menschen vertrieben. Die meisten dieser Palästinenser flüchteten in die Stadt Rafah, die Israel zuvor als "sichere Zone" bezeichnet hatte.
Die Bevölkerung von Rafah, das ganz im Süden des Gazastreifens an der Grenze zu Ägypten liegt, ist von den 280.000 Einwohnern vor den israelischen Angriffen auf mittlerweile das Fünffache angestiegen und hat fast 1,5 Millionen erreicht.
Ein Großteil der Palästinenser, die vor den israelischen Angriffen geflohen sind und in Rafah Zuflucht gesucht haben, wo es nicht genügend Unterkünfte gibt und die Infrastruktur unzureichend ist, kämpft in provisorischen Zeltlagern ums Überleben.
Es besteht die Sorge, dass den Zivilisten im Gazastreifen kein Zufluchtsort mehr bleibt, sollte die israelische Armee eine Bodenoffensive auf Rafah starten, wo sie bereits häufig Luftangriffe durchführt.