USA belegen den letzten Platz bei Gesundheitssystemen

In einer Studie, die Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Neuseeland, Großbritannien, Schweden und die Schweiz umfasste, wurden die Gesundheitssysteme entwickelter Länder mit dem US-Gesundheitssystem verglichen. Die USA liegen in der Liste auf dem letzten Platz.

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Laut einem Bericht der in den USA ansässigen Stiftung Commonwealth Fund wurde das US-Gesundheitssystem mit den Gesundheitssystemen von Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Neuseeland, Großbritannien, Schweden und der Schweiz verglichen.

Die USA wurden unter den 10 untersuchten Industrienationen als das Land mit der schlechtesten Gesundheitsversorgung eingestuft.

Obwohl US-Bürger fast doppelt so viel für ihre Gesundheit bezahlen wie Menschen in anderen Ländern, schnitt das US-Gesundheitssystem bei der gesundheitlichen Chancengleichheit, dem Zugang zur Versorgung und den Ergebnissen schlecht ab.

Dr. Joseph Betancourt, Präsident des Commonwealth Fund, erklärte: "Ich sehe jeden Tag den menschlichen Preis dieser Mängel. Es gibt Patienten, die sich ihre Medikamente nicht leisten können. Ältere Patienten sind kränker als erwartet, weil sie einen Großteil ihres Lebens ohne Versicherung verbracht haben."

Betancourt betonte, es sei an der Zeit, ein Gesundheitssystem aufzubauen, das allen US-Bürgern eine qualitativ hochwertige und erschwingliche Versorgung bietet.

KEINE WICHTIGEN GESUNDHEITSREFORMEN VORGESCHLAGEN

Unterdessen wirken sich die hohen Kosten für Gesundheitsdienstleistungen auch negativ auf die Gehälter der Arbeitnehmer aus. Vor der bevorstehenden Präsidentschaftswahl haben weder die demokratische Kandidatin Kamala Harris noch der republikanische Kandidat Donald Trump bedeutende Gesundheitsreformen vorgeschlagen.

Es zeigte sich, dass ein Großteil der befragten Wähler die Kosten als das wichtigste Problem im Gesundheitswesen ansieht.

DURCHSCHNITTLICH 13.000 DOLLAR PRO JAHR FÜR GESUNDHEIT

Laut einer Studie der Kaiser Family Foundation stehen Arzt- und Versicherungskosten für 42 Prozent der Demokraten und 45 Prozent der Republikaner als wichtigstes Problem an erster Stelle. Nach Angaben der Bundesregierung geben die Bürger pro Kopf jährlich mehr als 13.000 Dollar (442.807 Lira) für ihre Gesundheit aus.

In einer schriftlichen Erklärung des Commonwealth Fund wurde betont, dass die USA ihren Versicherungsschutz ausweiten und "bedeutende" Verbesserungen bei den Eigenanteilen der Patienten vornehmen müssen. In der Erklärung wurde zudem festgehalten, dass zur Steigerung der Verwaltungseffizienz die Komplexität und Vielfalt der Versicherungspläne minimiert und ein tragfähiges öffentliches Gesundheitssystem etabliert werden müsse.

Im Ranking der Weltgesundheitsorganisation zur "Effizienz der Gesundheitsdienste" aus dem Jahr 2016 belegten die USA den 37. Platz unter 191 Ländern.